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Leserbrief

Anmerkung der Redaktion

redaktion@volksblatt.li | 10. Oktober 2018

Die Berichterstattung über den Fall des «Heilers» ist – wie beim «Volksblatt» üblich – unter Berücksichtigung der medienethischen Grundsätze erfolgt. Hierbei stand die Frage im Zentrum, ob der Name genannt werden soll, oder nicht.
In der Beurteilung stützte sich der verantwortliche Autor auf die Richtlinie 7.2 des Schweizer Presserates. Demnach ist eine Namensnennung in diesem Fall aus zwei Gründen notwendig: 1. um eine für Dritte (z. B. andere «Heiler») nachteilige Verwechslung zu vermeiden. Ohne Namensnennung hätte also auf die Berichterstattung verzichtet werden müssen, was unter Berücksichtigung des folgenden Grundes nicht infrage kam: 2. Es besteht ein öffentliches Interesse, das gegenüber dem Schutz der Privatsphäre überwiegt. Dieses Interesse liegt darin, dass potenzielle weitere Opfer vermieden werden sollen. Denn der besagte «Heiler» praktiziert weiterhin. Aktuelle oder mögliche zukünftige Patienten haben daher ein Recht darauf, zu erfahren, mit wem sie es zu tun haben. Genau dieser Umstand war auch der Grund, weshalb der «Beobachter» berichtete.
Gleichermassen würde das «Volksblatt» im Übrigen auch den Namen eines Treuhänders nennen, der zum Beispiel wegen schweren Betruges rechtskräftig verurteilt wurde und sich nach dem Verbüssen seiner Strafe wieder als Treuhänder betätigt.


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