Leserbrief

Patientenhochburg?

Udo Meesters, Hofistrasse 42, Triesenberg | 13. September 2018

Man kann über alles schimpfen und an vielem Kritik üben, wenn es denn angebracht ist.
Frau Susanne Ospelt, in diesem Zusammenhang einen Dank dafür, wie Sie die Kosten aufgeschlüsselt haben. Gut wäre es, wenn sich die Poli­tiker, statt sich um eine Kifferhochburg Sorgen zu machen, diese Zahlen vor Augen halten würden, dabei aber wie immer Pharma gesteuerte Mittel bekommt, dann verstehe ich die Politik nicht, im medizinischen Bereich Hanf/Cannabis zu legalisieren, statt seit Jahren zu diskutieren. Ein jeder, welcher Krankenkassenbeiträ­ge zahlt, würde von diesem medizinischen Konsum profitieren, zumal es genügend Forschungsergebnisse über die Wirkung und den Einsatz von Cannabis gibt. Cannabisöl bekommt man in den Niederlande im Onlineshop bei 25 ml pro Fläschchen ab 25 Euro, je nach CBD/THC-Gehalt (aber illegal). Keine Chemie und auch keine Pharma. Jeder Patient würde es gerne aus eigener Tasche bezahlen, was die Kosten gegenüber den Krankenkasse enorm senken würde. Statt sündhaft teu­ere Pharmamedis einzunehmen, woran die Pharma gewaltig verdient und welche meist nur spezifisch helfen. Wobei aber wiederum die Nebenwirkungen dieser Medis enorme gesundheitliche Schäden verursachen, welche wiederum dann ja logischerweise mit zusätzlichen ­Medis in Griff zu kriegen sind. Diese wiederum gegenüber den Krankenkassen zusätzlich ins Gewicht fallen. Eine Kostenschlange, welche sich selbst in den Schwanz beisst. Der Leidtragende ist zum einen der Patient mit erhöhter Medieinnahme und die Krankenkasse durch erhöhte Kosten. Für mich ein absolutes Paradoxum, darüber zu diskutieren, wie man den Bürger des Landes vor Kiffersucht schützen kann, statt eine Freigabe im medizinischen Bereich per Gesetz zu legalisieren. Statt dafür schnellstens Sorge zu tragen, das kostengünstiger Patientenbedarf endlich in den Vordergrund gestellt wird. Leider trauen sich nur wenige Leser, zu diesem Thema Stellung zu nehmen, da selbst diese Kritik schon eine Gradwanderung der Illegalität ist, das man zu den Menschen zählt, welche Cannabis aus gesundheitlicher Sicht befürworten. Solche unsachlichen Diskussionen seitens der Politik grenzen schon fast an eine Entmündigung von Patienten, welche ihren Gesundheitszustand enorm verbessern könnten. Vielleicht sollte die Regierung zu diesem Thema mal fachkundige Personen hinzuziehen, um den wertvollen Nutzen zu einer Legalisierung als Medizin zu erkennen. Wenn es um die Sucht geht, müsste man viele Medikamente subito aus dem Verkehr ziehen.

Udo Meesters, Hofistrasse 42, Triesenberg

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