Leserbrief

Nichts mehr zu hupen!

Jo Schädler,Eschnerstrasse 64, Bendern | 13. September 2018

In der Verbitterung zur Hochform aufgestiegen sind jetzt jene, welche der DU-Verein nicht mehr auf seiner Gästeliste führt. Gästeliste deshalb, weil an DU-Veranstaltungen gibt es immer ein Häppchen. Nun scheinen deren Mägen sauer geworden. So sauer, dass es an Vorwürfen an die DU-Vereinsführung nur so klepft. Wenn die nun Erbosten aber nicht nur den Magen, sondern auch das windungsreichste Organ einschalten würden, sähe auch deren Welt anders aus. Sie wollen sich doch erinnern, dass auch sie, obwohl Landtagsanwärter, dem DU-Verein nicht gerade mit viel Schwung und vor allem nicht mit Taten gedient haben. Es ist nie aufgefallen, dass auch nur einer von ihnen jemals aufgestanden wäre, um fundierte und schlüssige Ziele, Pläne oder gar bessere Strukturen vorzulegen. Obwohl da Leute dabei waren, die nun im Landtag für das Wohl der Menschen in diesem Lande eintreten wollen, aber in einem kleinen Verein, welcher sie ja überhaupt erst dort hinein gebracht hat, kläglich versagten.
Dieses Versagen hat zwei Seiten. Es stellt sich jetzt sehr gut belegt heraus, dass es bei den DUlern von Anfang an solche gab, die den DU-Verein nur benutzten, um mit dessen Hilfe in den Landtag zu kommen, aber immer eigene, noch unabhängigere Absichten verfolgten. Jene, die sich nun über die DU-Vereinsführung beklagen, haben sie, um ihrem Eigennutz zu dienen, von Anfang an böse unterminiert und schäbig ausgenutzt. Der DU-Wähler erkennt aber dafür jetzt ihr wahres Gesicht.
Die DU wird weiterleben. Denn jene, die DU wählen, wollen eine unabhängige Politik und haben genug von Grossparteien, Koalitionen und ihren Verstrickungen und Diktaten. Und sie werden nie wieder Leute wählen, welche, kaum gewählt, den Kurs ändern, kein Durchhaltevermögen haben, ihnen gemein in den Rücken fallen, sie verraten und im Stich lassen.
Jetzt sitzt die «Neue Fraktion» im Landtag. Politisch bestens unbedarft und immer noch unerfahren. Diese Erfahrung doch noch zu sammeln, wird die Zeit nicht reichen. Denn in den zwei verbleibenden Jahren werden sie es nicht schaffen, an die politischen Schalthebel zu kommen. Dass ein Lageder den Herbert Elkuch sogar auf seinem Spezialgebiet wie einen Streuselkuchen zerbläst, zeigt, dass die Neuen im Landtagskarren nicht einmal die Hupe bedienen dürfen. Den Scheibenwischer sowieso nicht. Ihnen wird übrig bleiben, mit Anfragen und Fleissarbeiten den Landtag zu beschäftigen, damit dem Wähler Taten vorzugaukeln, deren Wirkung und Erfolge wohl niemals eintreffen werden.

Jo Schädler,
Eschnerstrasse 64, Bendern

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