Leserbrief

Zwei hirnrissige Behauptungen

Max Matt, Im Moosacker 28, Altstätten | 9. August 2018

In den 1920er-Jahren behauptete ein Gelehrter in Philadelphia, USA, dass es in absehbarer Zeit nur noch vierzehige Frauen geben werde. Das zarte Geschlecht des alten Griechenland hatte kleine Zehen mit drei Gelenken, die Ägypterinnen, die noch früher herumhüpften, vier. Die Stöckelschuhe haben die kleine Zehe überflüssig gemacht. Tatsächlich gab es in England «Damen», die sich die kleine Zehe wegoperieren liessen, um das «Füsschen» noch niedlicher zu gestalten.
Im 21. Jahrhundert könnte ein Gelehrter behaupten, dass es in absehbarer Zeit nur noch Menschen mit geschrumpfter Hirnmasse geben wird. Seine These wird sein, der Mensch braucht in Zukunft das Hirn nicht mehr zum Denken und all sein Wissen braucht er auch nicht mehr im Gedächtnis zu speichern. Diese geistigen Fähigkeiten werden Handys und Taschencomputer übernehmen. Zwangsläufig wird sich so das Hirn zurückbilden. Denken können müssen in Zukunft nur noch wenige Menschen, sicher dabei sind Computerentwickler und Programmierer.
Kann ja sein, dass es schon heute Menschen gibt, die ganz gerne Untergebene mit weniger Hirn hätten. Das von den vier Zehen war ja noch eine harmlose Behauptung, aber die vom schrumpfenden Hirn, ist wahrlich hirnrissig.

Max Matt, Im Moosacker 28, Altstätten

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