Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Ist der staatliche Förderbeitrag fair?

Georg Kieber, Binzastrasse 6, Mauren | 8. August 2018

Durch ein technisches Problem fiel bei 1FLTV bei einem Sportinterview kürzlich der Ton aus. Dies veranlasste einen Zuschauer, die ganze Nacht wach zu bleiben, um nicht zu verpassen, um welche Uhrzeit das Problem behoben war. Bei Tagesanbruch schrieb er dann einen umständlichen Leserbrief dazu.
Bei seinem Versuch, den Sender ins Lächerliche zu ziehen, wird übersehen, dass 1FLTV bedeutend länge­- re Berichte, Informationen und Interviews zum Inland produziert als Radio L, derweil dieser private TV-Sender eine Medienförderung von jährlich 29 000 Franken erhält und davon 10 000 Franken gleich wieder als Meldeabgabe ans Land zurück überweisen muss.
Radio L, dereinst auch als privater Sender gegründet, erhält heute einen Staatsbeitrag von jährlich 1,7 Millionen Franken und benötigt 2 Millionen Franken, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.
Mir ist die – zugegebenermassen unliechtensteinische – Bescheidenheit und Einfachheit der Produktion und Präsentation des Programms von 1FLTV sympathisch.
Die Politik aber sollte sich fragen, ob der nur noch symbolische Beitrag an den Sender, unter Berücksichtigung der Medienförderungen an sich, nicht unfair oder gar ein wenig peinlich ist, zumal die Einladungen zum TV-Auftritt gerne angenommen werden, um Politik zu erklären oder sich als Kandidat vorzustellen – mit grösserer Beachtung und Wirkung, als manche annehmen.

Georg Kieber, Binzastrasse 6, Mauren

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Liechtensteiner Volksblatt AG
© 2018, Alle Rechte vorbehalten.
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung