Leserbrief

Alternative Verbindungen

Peter Beck,Im Oberfeld 15, Vaduz | 30. Juni 2017

Guido Meier hat in seinem Leserbrief die Sache mit der geplanten Hängebrücke auf den Punkt gebracht. Sie bringt absolut keinen Nutzen, stört aber eine der wenigen noch intakten Freiräume für das Wild. Eine Verbindung zwischen Unter- und Oberland stellt man sich nicht dort oben vor, weder geografisch, kulturell noch ideell zum Unterland. Da liegt die Überwindung des historischen Grenzgrabens im Riet, zwischen der ehemaligen Grafschaft Vaduz und der Herrschaft Schellenberg, schon bedeutend näher in der Erinnerung und Wahrnehmung der Bevölkerung. Wir haben zwei sehr stark befahrene Strassen (Benderer- und Feldkircher Strasse), die uns verbinden. Für den Langsamverkehr, sprich Fahrrad, bieten sich lediglich der Rheindamm und das Schwarz-Strässle an. Beide werden aber sowohl auf dem unteren Teil des Rheindammes sowie auf der ganzen Länge vom Schwarz-Strässle rege von Autofahrern benutzt. Von Sicherheit für den Radfahrer keine Spur. Die Idee, eine längere Renaturierung des Kanals, analog zu Buchs zu realisieren und gleichzeitig daneben einen echten Radweg ins Unterland zu bauen, wäre nicht teurer, aber weit sinnvoller als die Hängebrücke. Dieser Radweg würde täglich benutzt für Freizeit und als sicherer Arbeitsweg. Eine Anbindung an die bestehende Radbrücke in Schaan, an die geplante Brücke im Mühleholz sowie an die Arbeitsplätze in Schaan und Vaduz ist praktisch überall schon vorhanden. Im Unterland fehlt aber heute noch ein guter Radweg vom südlichen Teil Benderns in Richtung Eschen.
Und zudem: Eine Renaturierung des Binnenkanals benötigt weniger Platz und birgt auch keine Gefahr wie eine sehr umstrittene Aufweitung des Rheins.

Peter Beck,
Im Oberfeld 15, Vaduz

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