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Leserbrief

Wagenbauer, fünfte Jahreszeit und dB(A)

Udo Meesters, Hofistrasse 42, Triesenberg | 13. November 2017

Fasnachtswagen

Lärmbelästigung oder sein eigenes Gehör schützen In Diskotheken oder bei Konzerten sind 100 dB(A) erlaubt. Im Innern eines Faschingswagen jedoch 93 dB(A). Damit man eine Vorstellung bekommt, sollte jeder Faschingsteilnehmer in einem geschlossenen Raum mal einen Rasenmäher hinstellen und anwerfen. Wenn es sich um einen umweltfreundlichen Rasenmäher handelt, hat dieser nur 88 db(A). Also hört euch mal euren Rasenmäher in der eigenen Garage nur eine Stunde lang an. Sicherlich ein monotones Erlebnis gegenüber einer Musikanlage. Dann geht hinaus und versucht, mit halbtaubem Gehör die Ruhe zu geniessen. Ich habe 50 Jahre als Diskjockey gearbeitet und muss auf Grund der jahrelangen Lärmbelästigung (welche ich ja selbst gesteuert habe) nun hochwertige Hörgeräte tragen, um am Alltagslärm und Gesprächen teilnehmen zu können. Man muss nicht unbedingt für jedes Problem eine Vorschrift erlassen. In diesem Falle finde ich es gut, das eine Aussenbeschallung untersagt wurde. Schlecht jedoch ist die Alternative im Innern eines Wagens mit 93 dB(A). Je länger man(n) diesem Schallpegel ausgesetzt ist, desto leiser kommt einem die Lautstärke nach einer gewissen Zeit vor. Und genau da beginnt bereits eine fast unbemerkte Gehörschädigung. Warum man in diesem Artikel darauf nicht näher einging, damit auch die Beteiligten diese Vorschrift besser verstehen, ist mir ein Rätsel. Aber anscheinend bedarf es bezüglich Gehörschädigung keinerlei weiterer Erklärung. Ich hoffe, das ihr hier eine vernünftige Erklärung gefunden habt zum Schutze eures eigenen Gehörs, welches den Spass jedoch an Umzügen nicht verderben sollte.

Udo Meesters,
Hofistrasse 42, Triesenberg

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