Leserbrief

Weltrettung: Nächster Versuch

Ulrich Hoch,Grüschaweg 11, Triesenberg | 30. November 2015

Klimagipfel in Paris

In den nächsten zwei Wochen diskutieren Staatschefs und Tausende von Delegierten aus 194 Ländern in Paris, um das Klima zu retten. Sechs Jahre nach der verpassten Chance, anlässlich des Klimagipfels in Kopenhagen das Klima und damit die Welt zu retten, bietet Paris eine neue Chance. 2020 läuft das Kyoto- Protokoll endgültig aus, das darauf abzielte, den CO2-Ausstoss zurückzufahren. Die Bilanz ist ernüchternd. Die USA haben sich nie verpflichtet. Die Japaner und die Kanadier machten in den vergangenen Jahren nicht mehr mit. Die Chinesen, die mittlerweile mehr als 25 Prozent des globalen CO2-Ausstosses verantworten, sind nicht eingebunden und versprechen neu, ihren CO2-Ausstoss nur bis 2030 ansteigen zu lassen, danach sinke das Wachstum in China sowieso aufgrund der Demografie. An das Kyoto-Protokoll halten sich nur mehr die EU, Norwegen und die Schweiz– verantwortlich sind die für knapp zehn Prozent des globalen Ausstosses.
Die Schweiz wie auch Liechtenstein preschen weiterhin als Musterknaben vor. Das Versprechen der Schweiz für Paris: Das Land soll vor allen anderen Ländern den Ausstoss bis 2050 gegenüber dem Wert von 1990 um die Hälfe senken. Bern will das schärfste CO2-Gesetz der Welt umsetzen – ohne Rücksicht auf die Wirtschaft. Eine fragwürdige Subventionspolitik wird verstärkt werden, und nicht zuletzt auch den Bundeshaushalt negativ beeinflussen. Unsere Regierung zieht mit. Vergangene Woche wurde verkündet, dass sie die Abänderung der CO2-Verordnung beschlossen habe.
Bis zum Jahrhundertende könnte es um fünf Grad wärmer werden, warnen Klimaforscher. Bisher liegen sie falsch. Das Klima hat sich nachweislich seit 1997 nicht mehr erwärmt. Ein hitziger Sommer und ein überdurchschnittlicher November sollen den Wiederanstieg der Temperatur bestätigen. Tatsache ist, dass in der Antarktis bis Nordeuropa ein sehr kühler Sommer herrschte.
Die Klimakonferenz wird einmal mehr zu einem Umverteilungsbasar. Klimabedingte Migration wird zum Schlachtruf in Paris werden. Die unverschämten Forderungen der Entwicklungsländer werden begründet werden mit dem Argument, dass die Industrieländer ja schon lange einen jahrzehntelangen Ausstoss von Kohlenstoff hinter sich hätten. Bereits am Klimagipfel von Rio im Jahr 1992 ging es am Schluss der Konferenz um Ansprüche von über 600 Milliarden Dollar zwischen Nord und Süd. Es geht also primär auch dieses Mal in Paris um Entschädigungen der Industrieländer an die Entwicklungsländer. Das Gelaber in Paris wird kaum zu einem verpflichtenden Vertrag führen.
Die Reduktion der Schweiz und Liechtenstein des CO2-Ausstosses von einem Promille nutzt dem Weltklima rein gar nichts.

Ulrich Hoch,
Grüschaweg 11, Triesenberg

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