Leserbrief

S-Bahn FL-A-CH

Hans Frommelt,Gapont 4, Triesen | 27. Dezember 2014

Verkehrspolitik

Kürzlich sind in Leserbriefen die niveaugleichen Bahnübergänge mit Barrieren bzw. Bahnschranken, angesprochen worden. In Schaan gibt es sechs Bahnschranken. Die Gesetze der EU-Staaten schreiben vor, dass entlang internationaler Eisenbahnlinien, wo internationale Schnellzüge und Güterzüge rollen, die Barrieren bzw. Bahnschranken durch Unter- oder Überführungen ersetzt werden müssen.
Im Grunde genommen braucht es dafür auch kein Gesetz. Alleine aus Sicherheitsüberlegungen und proaktiver Unfallverhütung müssen solche Bahnübergänge nächstens aufgehoben und nicht für die nächsten hundert Jahre nochmals zementiert werden.
Eine einzelne Unter- oder Bahnüberführung kostet leicht zwischen 15 bis 30 Millionen Franken. Solche Kosten bezahlt in der Regel der Strassenbesitzer, also Steuerzahler und nicht der Bahnbetreiber wie ÖBB oder SBB! Diese auf uns zukommenden Kosten sind in den FL–A–CH–Projektkosten nicht aufgeführt.
Ob solche Bahnüberführungen Mitten in Schaan – Unterführungen kommen aus verschiedensten Überlegungen weniger infrage – etwas Schönes sein werden, kann verneint werden. Die vorgesehenen Schallschutzwände beidseitig der Bahnlinie mitten durch Schaan sind einer Dorfbildgestaltung ebenfalls nicht zuträglich.
An der kommenden Volksabstimmung bezüglich dem von der Regierung geplanten Doppelspurausbau werden die Stimmenden wohl auch solche Argumente bewerten im Gegensatz zum Scheinargument im Projektbeschrieb, wonach man die Höchstgeschwindigkeit zwischen Schaanwald und Buchs von 70 km/h bis 90km/h auf 100km/h anheben könnte. Die Schaaner Bahnschrankenübergänge verlangen eigentlich, wenn schon, eine Reduzierung der Fahrgeschwindigkeiten und keine Erhöhung.

Hans Frommelt,
Gapont 4, Triesen

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Liechtensteiner Volksblatt AG
© 2018, Alle Rechte vorbehalten.