Leserbrief

Lösbare Flüchtlingsnot

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 23. August 2014

Mit grosser Freude las ich den Brief von Ruth Ospelt und die Artikel in den Landeszeitungen am 21. August, dass Liechtenstein mehr syrische Flüchtlinge aufnehmen will. Ich danke allen, die «mitmachen»!
In der «Neuen Kirchenzeitung» vom 3. August las ich den verzweifelten Aufruf des Caritasdirektors Libanons. Er fordert die westlichen Staaten Europas auf, «ihre eigenen Staatsbürger, die als islamistische Kämpfer nach Syrien strömen, zu stoppen und keine Waffen zu liefern …
Libanon droht der totale wirtschaftliche Kollaps: Das kleine Land zählt 4,4 Millionen Libanesen. Und jetzt? «1,6 Mio. Flüchtlinge aus Syrien sind schon im Land; täglich kommen 2000 neue dazu … In Libanon leben zudem 500 000 palästinensische Flüchtlinge und 400 000 Gastarbeiter. 170 000 Libaneser Familien sind schon unter die Armutsgrenze gerutscht.» (Diese ist natürlich viel tiefer als in FL oder CH!) Österreich hat sich bereit erklärt, 1500 aufzunehmen, von denen ein Drittel schon angekommen ist; Die CH-Bundesrätin Somaruga versprach, 500 weitere aufzunehmen, auch wenn nicht alle Schweizer damit einverstanden sind.
Die Hilfsbereitschaft der inzwischen sehr reich gewordenen Länder den tödlich Bedrohten gegenüber ist weltbekannt. Sie ist aber leider durch alle «Absicherungen» viel schwerfälliger geworden. Nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg und auch während des Balkankriegs war sie viel «einfacher». Hängt das vielleicht mit dem Glaubensschwund vieler – zum Glück nicht aller – Reichen zusammen, denen das Geld und der Luxus wichtiger sind als die Brüder und Schwestern, die buchstäblich verhungern? Jesus hat klar gesagt, was im Letzten Gericht gilt: «Was immer ihr dem Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan!» Helfen ist ewige Lebensversicherung!

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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