Leserbrief

Belastung reduzieren?

Verkehrs-Club Liechtenstein (VCL) | 29. Juli 2014

Schaan kämpft gegen «Fremdverkehr» auf den Quartierstrassen. Anwohner der Landstrasse wehren sich nun – auch sie möchten entlastet werden von den negativen Auswirkungen des massiven Autoverkehrs. Doch das möchten natürlich auch die Landstrassen-Anwohnerinnen und -Anwohner anderer belasteter Gemeinden mit gutem Recht.
Per Ende 2012 hatte Schaan über 8700 Arbeitsplätze und gut die Hälfte (54 Prozent) der Mitarbeitenden kam aus Österreich und der Schweiz. Auch viele der in Vaduz Arbeitenden (knapp 9400 Arbeitsplätze) fahren per Auto durch Schaan und belasten die Anwohnenden vor allem der Landstrassen – nicht nur in Schaan. Von den negativen Auswirkungen des motorisierten Individualverkehrs entlasten können wir die Menschen, wenn wir den Auto-Anteil an den Arbeitswegen bewusst senken. Dazu ist Betriebliches Mobilitätsmanagement der grossen und mittleren Arbeitgeber vor allem in Schaan und Vaduz nötig.
Um den öffentlichen Verkehr für Arbeitswege attraktiver zu machen, sind neben der Realisierung der S-Bahn «FL-A-CH» gezielte Massnahmen zur Busbevorzugung im Schaaner Landstrassen-Netz nötig. Es sind dies: Pförtnersysteme aus Richtung Buchs und aus Richtung Nendeln sowie Fahrbahnhaltestellen aus Richtung Bendern bei Hilcona und Ivoclar. Denn erhebliche Umsteigeeffekte und somit erhebliche Entlastung der Menschen ergibt sich nur, wenn die Wahl des Autos als Verkehrsmittel für den Arbeitsweg weniger attraktiv wird und dafür der öffentliche Verkehr deutlich attraktiver.

Verkehrs-Club Liechtenstein (VCL)

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