Leserbrief

Bedenkliche Regierungs- entscheidung

Ivo Kaufmann,Fingastrasse 2a, Triesen | 29. März 2017

DLZ Sonne

Vergangene Woche hat die Regierung die Beschwerde der Beschwerdeführer als verspätet zurückgewiesen, weil die Beschwerde aus Versehen ans Landgericht und nicht an die Regierung geschickt wurde. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies bei einem Weiterzug vom Verwaltungsgerichtshof nicht als überspitzten Formalismus beurteilt wird. Doch unabhängig hiervon wirft die Entscheidung der Regierung, die Beschwerde wegen dieser Fristverletzung zurückzuweisen, viele unbeantwortete Fragen auf: Warum benötigte die Regierung fünf Monate für diese Entscheidung? Wann hat sie diese Fristverletzung festgestellt? Wollte sie sich der Sache nicht annehmen und sich dadurch aus der Verantwortung stehlen? War die Regierung während dieser fünf Monate untätig, etc.? Vieles bleibt diesbezüglich unbeantwortet und fragwürdig. Mit einer solchen Regierungsentscheidung kann man nur unzufrieden sein. Es bleibt zu hoffen, dass die neu gewählte Regierung in Zukunft mehr Regierungsverantwortung übernimmt und die anstehenden Probleme gelöst werden. Wie sagte schon Winston Churchill: Der Preis der Grösse heisst Verantwortung.

Ivo Kaufmann,
Fingastrasse 2a, Triesen

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