Leserbrief

Positiver Schlusspunkt

Günther Wohlwend,Bendern/Schaan | 22. Februar 2017

Gesundheitswesen

In seiner Ausgabe vom 18. Februar veröffentlichte das «Vaterland» ein Portrait des Kinderarztes Dr. Dieter Walch. Manche Aussage Walchs klingt wie ein Schlusspunkt unter die unselige, öffentliche Diskussion zwischen der Ärztekammer und dem zuständigen Gesundheitsministerium. Dr. Walch prangert nicht nur die Gesundheitspolitik der Regierung bis hin zur Schaffung des Amtes für Gesundheit an, mit der sich der Staat «zu viel Einfluss» in ärztlichen Belangen sichert.
Angesichts der Unsicherheit, einen OKP-Vertrag zu erhalten, bleiben junge Liechtensteiner Ärzte lieber im Ausland, als sich in unserem Land Prügel vor die Füsse werfen zu lassen. Die Politik will gemäss Dr. Walch nicht zur Kenntnis nehmen, dass uns diese jungen Ärzte später einmal fehlen werden.
Dr. Walch, der sich nach eigenen Worten «immer als Anwalt der Kinder und der Schwächsten der Gesellschaft» fühlte und fühlt, darf mit Recht behaupten, dass er seit jeher 24 (!) Stunden lang für seine (in der Regel kleinen) Patienten zur Verfügung steht. Schliesslich plädiert Walch dafür, dass die Kinder in den ersten Lebensjahren von der Mutter bzw. in der Familie betreut werden («Man steckt sie zum Teil viel zu früh in die Kita»).
Wer das lesenswerte Portrait über Dr. Dieter Walch und dessen Aussagen nicht gelesen oder übersehen hat, dem sei die Ausgabe des «Vaterlands» vom 18. Februar ans Herz gelegt.
Wenn es ihm die Gesundheit erlaubt, will der 1940 geborene, populärste Kinderarzt im Lande noch zwei Jahre weitermachen. Man kann ihm zu diesem Entschluss nur alles Gute wünschen.

Günther Wohlwend,
Bendern/Schaan

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