Leserbrief

Die Rechte der Patienten

Agnes Dentsch,DU-Landtagskandidatin,Poliweg 12, Ruggell | 31. Januar 2017

Gesundheitswesen

Patienten haben Rechte, die sie wahrnehmen können und sollten. Sie haben:
1) Das Recht auf eine wahrheitsgemässe Aufklärung betreffend Diagnosen, Behandlungen, Medikamente, Operationen und deren Risiken.
2) Das Recht, den Arzt nach Alternativen zu fragen und auch eine Antwort zu erhalten.
3) Das Recht, ihre Arztrechnungen zu kontrollieren, um dieselben bei eventuellen Unklarheiten beim Arzt oder der Krankenkasse abklären zu lassen.
4) Das Recht, nein zu Medikamenten, Behandlungen und Operationen zu sagen und auf eine Zweitmeinung zu beharren.
5) Das Recht auf Aushändigung aller ihrer persönlichen medizinischen Dokumente, es ist ihr Eigentum. Geht etwas schief, kann die Überprüfung der Unterlagen Klarheit schaffen.
6) Das Recht, alle ihre Medikamente auf Wirkung, Nebenwirkung und Wechselwirkung überprüfen zu lassen. Apotheker/-innen beraten sie gerne.
Immer wieder taucht das Problem mit der Übermedikation auf. Gerade Senioren werden zu viel Medikamente verordnet. Bekanntlich können zu viele Medikamente (mehr als fünf verschiedene gelten laut WHO als Medikamentenmissbrauch) weitere Krankheiten zu Folge haben.
Eine Medikamentencheckliste sollte Pflicht sein. Eine Lobby für Patienten muss geschaffen werden mit Fachberater/-innen, die nicht von der Ärztekammer abhängig sind.
Der Zukunft gehört den aufgeklärten Patienten und den patientenorientieren Ärzten. Es braucht nur Mut, um selbst etwas zu unternehmen. Vertrauen in die Ärzte ist wichtig, blindes Vertrauen kann schaden. Ich habe mich in der Vergangenheit und werde mich auch in Zukunft für die Rechte aller Versicherten, Patienten, Prämien- und Steuerzahler einsetzen.

Agnes Dentsch,
DU-Landtagskandidatin,
Poliweg 12, Ruggell

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