Leserbrief

Akzeptanz für Homosexuelle

Der Vorstand des Vereins Flay | 31. Juli 2017

Lieber Jo Schädler, in Ihrem jüngsten Leserbrief fordern Sie einmal mehr Toleranz gegenüber Intoleranz. Anscheinend ist Ihnen klar, dass manche Menschen homosexuell geboren werden. Trotzdem möchten Sie, dass diese Personen Verständnis dafür haben, wenn andere sie oder ihre Liebesbeziehungen nicht akzeptieren, weil «der gesellschaftliche Nutzen» fehlt. Homosexuelle Menschen können aber nichts an ihrer Veranlagung ändern und möchten ihr Leben nun mal so leben, wie sie sind. Sich gegen Intoleranz und Diskriminierung einzusetzen, ist dann doch unumgänglich?
Einen gesellschaftlichen Nutzen hätten wir alle vielmehr davon, wenn wir aufhören, uns in das Privatleben anderer Menschen einzumischen. Denn homosexuellen Lebenspartnerschaften geht es entgegen der von Ihnen unbelegt zitierten Statistik nicht schlechter als heterosexuellen. Wir kennen keine einzige Studie, die vermehrte häusliche Gewalt in homosexuellen Partnerschaften belegen würde. Recht haben Sie damit, dass Depressionen und Suizid bei homosexuellen Menschen verbreiteter sind. Dies ist leider eine Folge von Ausgrenzung, Diskriminierung und Ablehnung.
Wir bitten Sie, versetzen Sie sich in Zukunft in Personen der LGBTI-Community hinein, bevor Sie Ihrer Schreibfeder freien Lauf lassen.

Der Vorstand des Vereins Flay

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