Leserbrief

Die Familienausgleichskasse plündern? – Nein!

Thomas Rehak,Büchele 15, Triesen | 27. August 2016

Schon bald werden wir über die Initiative «Familie und Beruf» abstimmen. Schwangerschaft soll nicht länger eine Krankheit, sondern eine «coole Sache» für Familien sein, heisst es in den Abstimmungsunterlagen. Aus meiner Sicht sollte eine Schwangerschaft in erster Linie willkommen sein. Mit «cool» hat das Ganze meiner Ansicht nach wenig zu tun. Viel eher sollte eine Schwangerschaft wohlüberlegt und gewünscht sein, denn mit ihr kommt eine grosse Verantwortung auf die werdenden Eltern zu. Schwangerschaft war noch nie eine Krankheit. Die Gleichsetzung der Schwangerschaft mit einer Erkrankung ist lediglich ein versicherungstechnischer Kniff, damit die Regeln der Taggeldversicherung im Krankenkassenversicherungsgesetz (KVG) auch bei einer Schwangerschaft zur Anwendung gelangen können.
Auch ich begrüsse grundsätzlich alle Bemühungen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Nur darf dies nicht auf Kosten des traditionellen Familienmodells geschehen. Mit dieser Initiative wird die Familienausgleichskasse (FAK) zugunsten der Arbeitgeber ausgehöhlt. Die heute volle Kasse, welche die Kinderzulagen bezahlt, wird mit der Annahme dieser Initiative zugunsten der Wirtschaft geleert. Diese Initiative ist gut gemeint, taugt aber leider nicht viel. Die Regierung soll einen neuen, besser durchdachten Vorschlag ausarbeiten! Damit sie dies tun kann, müssen wir «Nein» stimmen.

Thomas Rehak,
Büchele 15, Triesen

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