Leserbrief

Falsche Angaben zur Restaurierung der Hochbrock

Beat Hasler,Fallagass, Ruggell | 29. Juli 2016

«Bauern nicht schuld»

Am Dienstag wurde zwischen Ruggell und Bangs von den Verantwortlichen, Vorsteherin Maria Kaiser-Eberle und Bürgermeister Wilfried Berchtold, die Restaurierung und Unterdenkmalschutzstellung der Hochbrock, der Verbindung der beiden Länder, gefeiert. Jahrelang ging nichts. Ins Rollen brachte die Sache im Januar 2014 ein Leserbrief im «Vaterland». Die Renovierung ist ein voller Erfolg. Weniger erfreulich ist, dass bei der Feier durch Unkenntnis oder eher durch gezielte Lügen den Bauern die Schuld am schlechten Zustand der Brücke zugeschoben wurde. Im «Vaterland» stand zu lesen, dass der schlechte Zustand der Brücke auf die starke Beanspruchung durch landwirtschaftliche Fahrzeuge zurückzuführen sei. Im «Volksblatt» konnte man lesen: «Die Brücke wurde in der neueren Zeit stark beansprucht, weil sie auch besonders von schweren landwirtschaftlichen Geräten befahren wurde.» Diese Aussage ist erstunken und erlogen. Seit 40 Jahren bewirtschaftet kein Liechtensteiner Bauer Boden im österreichischen Bangs. Der letzte, und seit meinem Wissen der Einzige, war der Viehhändler Felix Büchel. Seinen Traktor als schweres Gerät zu bezeichnen, braucht eine rege Fantasie oder den Willen, die Bauern schlechtzumachen.
Im Maximum 4 Mal im Jahr wird die Brücke von einer schweren Maschine befahren, nämlich dann, wenn die österreichischen Behörden die Spüls – offiziell den Spiersbach – auf liechtensteinischem Gebiet ausräumen. Das gibt 4 Fahrten im Jahr. Die beiden letzten Jahre benutzten die Vorarlberger den Rheindamm und nicht die Hochbrock.
Wer ein Interesse daran hat, die Bauern schlechtzumachen, ist mir ein Rätsel. Vielleicht meldet sich die Person und bringt die Sache wieder in Ordnung.

Beat Hasler,
Fallagass, Ruggell

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