Leserbrief

Schon geschüttelt worden?

Willy Marxer,Schwarze Strasse 4, Eschen | 30. Mai 2016

Entwässerung

Auf dünnes Eis wagte sich Regierungschef-Stellvertreter Thomas Zwiefelhofer mit seiner Erklärung im Landtag bezüglich der ins Gerede gekommenen Landstrasse in Fahrtrichtung Bendern-Ruggell, Nähe des Gampriner Badesees («Volksblatt», 14. Mai 2016) Zwiefelhofer machte deutlich, die Ursache für die seit jeher ungenügende Entwässerung dieses Strassenteils, welcher kürzlich «nachgebessert» werden musste, aber recht unbefriedigend ausgefallen ist, beruhe nicht auf einem Planungs- oder Ausführungsfehler. Das erstaunt. Am derzeitigen Zustand werde kurz- oder mittelfristig nichts geändert.
Nun – man fragt sich, auf wessen Kosten gehen wohl dereinst die notwendigen Verbesserungen? Egal, ob es die mangelnde Ausführung des ursprünglichen Strassenprofils betrifft oder die unglückliche Teilkorrektur danach: Ins Pflichtenheft jeder am Strassenprojekt beteiligten Planung, Bauleitung und Baufirma gehört doch, dass anfallendes Regenwasser problemlos von der Stras-senoberfläche abfliessen muss und zwar ausdrücklich ohne Beeinträchtigung der Fahrsicherheit. Die übliche Fahrsicherheit ist aber neuerdings durch den «Schütteleffekt», wie er beim Befahren der wellenartigen Strassenoberfläche schon bei weit unter der erlaubten Höchstgeschwindigkeit auftritt, nicht mehr gegeben. Dies vor allem im Winter bei Eisfahrbahn. Ich meine, falls solch grundlegende Anforderungen an eine Strasse nicht im ersten Anlauf gelingen, gibt es doch Garantie- und Nachbearbeitungspflichten der Ausführenden, sofern man diese denn rechtzeitig einfordert und wahrnimmt. Aber aus der Erklärung von Regierungschef-Stellvertreter Thomas Zwiefelhofer schlies-se ich, dass momentan punkto Verbesserung nichts geschieht und später nach Garantieablauf zahlt dann womöglich alles der Staat. So bitte nicht! Das Eingeständnis von Fehlern und diese umgehend beheben zu lassen, macht der Regierung offenbar Mühe. Trotzdem darf schon aus Sicherheitsgründen erwartet werden, dass die nächste Strassenkorrektur bald erfolgt, gut gelingt – und zwar auf Kosten des oder der Verursacher.

Willy Marxer,
Schwarze Strasse 4, Eschen

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