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(Symbolfoto: Michael Zanghellini)
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Region|27.08.2019 (Aktualisiert am 27.08.19 09:14)

Doppelspurausbau für Halbstundentakt im Rheintal

ST. GALLEN - Rund 220 Millionen Franken sollen in den nächsten Jahren in die Bahnweiterentwicklung zwischen St.Gallen und Sargans investiert werden. Im August informierten Bund und SBB die Gemeinden in den Regionen Sarganserland-Werdenberg und St.Galler Rheintal über das seit Jahren geforderte Bauvorhaben „Doppelspurausbau“. Dies soll auch Sperren des Bahnverkehrs zwischen Trübbach, Buchs und Altstätten im Jahr 2023 beinhalten.

(Symbolfoto: Michael Zanghellini)

ST. GALLEN - Rund 220 Millionen Franken sollen in den nächsten Jahren in die Bahnweiterentwicklung zwischen St.Gallen und Sargans investiert werden. Im August informierten Bund und SBB die Gemeinden in den Regionen Sarganserland-Werdenberg und St.Galler Rheintal über das seit Jahren geforderte Bauvorhaben „Doppelspurausbau“. Dies soll auch Sperren des Bahnverkehrs zwischen Trübbach, Buchs und Altstätten im Jahr 2023 beinhalten.

Im Rahmen des Bahn-Ausbauschritts (AS) 2025 des Bundes sei vorgesehen, dass im St.Galler Rheintal die InterRegio-Züge per Fahrplanwechsel vom Dezember 2024 im Halbstundentakt verkehren. Diese Angebotserweiterung auf der Linie 13 zwischen St.Gallen und Chur erfordere verschiedene Ausbauten der Bahninfrastruktur im Raum Sevelen bis Oberriet, heisst es in der Medienmitteilung.

Bei einem seitens Fachgruppe Verkehr der Region Sarganserland-Werdenberg organisierten Treffen informierten Hansruedi Kaeser, Bundesamt für Verkehr BAV, sowie die SBB-Vertreter Egon Zurwerra, Gesamtprojektleiter, und Roger Seiler, Programmmanager Ausbauprogramm STEP AS25, über Planung und Stand der Arbeiten.

Das Rheintaler Projekt beinhalte Doppelspurausbauten zwischen Sevelen und Buchs (4 Kilometer), in Buchs Nord (0,9 Kilometer) sowie zwischen Oberriet und Oberriet Nord (2,1 Kilometer). Des Weiteren erfordere die Führung des InterRegio (IR) 13 – ursprünglich geführt als Rheintal-Express REX – im Halbstundentakt den Ausbau des Bahnhofs Rüthi zum Kreuzungsbahnhof, eine Perronverlängerung in Sevelen um 20 Meter sowie die Erneuerung der bestehenden Gleise im Bereich der Doppelspurausbauten. Diese Massnahmen seien nötig, damit der IR 13 zukünftig halbstündlich kreuzen kann sowie längere Züge mit mehr Sitzplätzen halten können. Die Gleiserneuerungen dienen laut Aussendung der Sicherheit des Bahnverkehrs. Ebenso zum Projekt gehört der bereits erfolgte Rückbau der ehemaligen Haltepunkte Weite-Wartau und Räfis-Burgerau.

Schnellere Fertigstellung um ein Jahr dank Totalsperrung Buchs–Altstätten

Nach intensiven Planungen seitens SBB gehen die Verantwortlichen davon aus, die Doppelspurausbauten auf der Rheintallinie in den Jahren 2023 und 2024 sowie in zwei Teilprojekten zu realisieren. Bei Trübbach–Buchs im Süden können die Doppelspurbereiche während dem laufenden Zugbetrieb in verlängerten Nachtintervallen erstellt werden. Der Unterbau wird hierbei mit den bautechnischen Massnahmen Dammverbreiterung und Anschüttung an den bestehenden Damm realisiert. Die Bauzeit werde voraussichtlich das ganze Jahr 2024 beanspruchen.

Das nördliche Teilprojekt Rüthi–Oberriet soll gemäss derzeitiger Planung von März bis Oktober 2023 unter Totalsperrung der Strecke Buchs–Altstätten umgesetzt werden, heisst es weiter. Aufgrund des empfindlichen Baugrunds wird eine aufwändige Tiefenfundation bei der bestehenden sowie der neuen Doppelspur vorgenommen.

Ausschlaggebend für den temporären Totalausfall der nördlichen Bahnlinie sei gewesen, dass – im Vergleich zur Realisierung aller Bauschritte während dem laufenden Bahnbetrieb – die Arbeiten früher, kostengünstiger und in besserer Qualität abgeschlossen werden können. Die Lärmemissionen für die Bevölkerung seien zudem geringer und würden sich grossmehrheitlich auf die Tageszeit beschränken.

Betroffen von der Totalsperrung nördlich von Buchs ist sämtlicher Personen- und Güterverkehr während des ganzen Tages. Der Güterverkehr werde voraussichtlich umgeleitet; der Personenverkehr werde zwischen Buchs und Altstätten durch Busse ersetzt. Beim Teilprojekt Buchs–Trübbach entfalle der gesamte Personen- und Güterverkehr in den Randstunden am Abend und in der Nacht. Auch hier sind laut Aussendung Umleitungen und Bahnersatzverkehr mit Bussen vorgesehen. Der Railjet Wien–Zürich werde gemäss aktuellem Planungsstand nicht tangiert.

Zuverlässige Ersatzfahrpläne gefordert

Derzeit erarbeitet die SBB mit den betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen das Ersatzkonzept für beide Teilstrecken im Personen- und Güterverkehr. Voraussichtlich Ende 2020 sollen die Lösungsvorschläge vorliegen. Zentral für alle beteiligten Partner sei, dass ein stabiler, verlässlicher Ersatzfahrplan angeboten werden kann.

Die SBB rechnen laut Mitteilung mit Gesamtkosten von rund 220 Millionen Franken sowie einer Inbetriebnahme der Doppelspur und somit der Einführung des IR-Halbstundentaktes zwischen St.Gallen und Sargans ab dem Fahrplanwechsel vom Dezember 2024 – ein Jahr früher als ursprünglich geplant. Die Finanzierung des Projekts soll über den Ausbauschritt 2025 des Bundes erfolgen. Der Kanton St.Gallen plant zudem, mit dem neuen Bahnhof Fährhütten zeitgleich eine neue Haltestelle in der Gemeinde Wartau zu realisieren.

(pd/red)

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