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VW will beim Börsengang der Nutzfahrzeug-Sparte Traton bis zu 1,9 Mrd Euro erlösen. (Archiv)
Wirtschaft
International|14.06.2019

VW will bei Nutzfahrzeug-Börsengang bis zu 1,9 Mrd Euro erlösen

BERLIN - Volkswagen unternimmt einen neuen Anlauf für einen Börsengang seiner Nutzfahrzeugtochter Traton und will dabei bis zu 1,9 Milliarden Euro einnehmen.

VW will beim Börsengang der Nutzfahrzeug-Sparte Traton bis zu 1,9 Mrd Euro erlösen. (Archiv)

BERLIN - Volkswagen unternimmt einen neuen Anlauf für einen Börsengang seiner Nutzfahrzeugtochter Traton und will dabei bis zu 1,9 Milliarden Euro einnehmen.

Ingesamt würden bis zu 57,5 Millionen Aktien in einer Preisspanne von 27 bis 33 Euro pro Stück angeboten, teilte Volkswagen am Donnerstagabend mit.

Damit werde die Dachgesellschaft der Lkw- und Bushersteller MAN und Scania insgesamt mit bis zu 16,5 Milliarden Euro bewertet. Die Papiere sollten zwischen dem 17. und 27. Juni angeboten werden, als erster Handelstag an den Börsen in Frankfurt und Stockholm ist der 28. Juni geplant. "Der Börsengang hat das klare Ziel, Mehrwert für unsere Stakeholder zu schaffen", erklärte Volkswagen-Finanzvorstand Frank Witter.

Eigentlich hatte Volkswagen die Sparte schon vor Ostern an die Börse bringen wollen. Das Vorhaben wurde aber mit Verweis auf ein schwaches Marktumfeld aufgeschoben. Ursprünglich war angedacht, bis zu 25 Prozent der Anteile zu platziert, beim Erlös hatte Traton auf bis zu sechs Milliarden Euro gehofft. Investmentbanker hatten das aber als zu ehrgeizig bezeichnet. Der Lkw- und Bus-Hersteller hat nach früheren Angaben keinen akuten Kapitalbedarf, will sich mit dem Börsengang aber die Möglichkeit schaffen, Übernahmen ohne den Wolfsburger Mutterkonzern zu finanzieren.

Nun erklärte Volkswagen, bei dem Börsengang würden zunächst 50 Millionen Aktien angeboten. Möglich sei zudem sei eine Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) von weiteren 7,5 Millionen Papieren. Abhängig von der endgültigen Anzahl der platzierten Aktien und dem Ausgabepreis liege das Gesamtangebotsvolumen zwischen 1,553 Milliarden Euro und 1,898 Milliarden Euro. Die Preisspanne entspreche einer Traton-Gesamtbewertung von 13,5 bis 16,5 Milliarden Euro. Der Streubesitz liege dann zwischen zehn und 11,5 Prozent.

"Wir haben die Zielgerade fast erreicht und sind voller Zuversicht", erklärte Traton-Vorstandschef Andreas Renschler. "Wir sind überzeugt, dass Traton ein attraktives Investment ist, und das Feedback von Investoren und Analysten bestärkt uns darin." Die Nutzfahrzeug-Sparte hatte 2018 einen operativen Gewinn von 1,7 Milliarden Euro und einen Umsatz von 25,9 Milliarden Euro ausgewiesen.

(sda / awp / reu)

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