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"Unverhohlen rassistisch": Vier demokratische Kongressabgeordnete kritisieren US-Präsident Donald Trump für seine Äusserungen gegen sie scharf.
Politik
International|16.07.2019

Demokratinnen verurteilen Trumps Äusserungen

WASHINGTON - Die vier demokratischen Kongressabgeordneten, die Donald Trump mit heftigen Attacken überzogen hat, haben die Äusserungen des US-Präsidenten verurteilt. Trump habe zur "unverhohlen rassistischen" Attacke ausgeholt, um von der Korruptheit seiner Regierung abzulenken.

"Unverhohlen rassistisch": Vier demokratische Kongressabgeordnete kritisieren US-Präsident Donald Trump für seine Äusserungen gegen sie scharf.

WASHINGTON - Die vier demokratischen Kongressabgeordneten, die Donald Trump mit heftigen Attacken überzogen hat, haben die Äusserungen des US-Präsidenten verurteilt. Trump habe zur "unverhohlen rassistischen" Attacke ausgeholt, um von der Korruptheit seiner Regierung abzulenken.

"Das ist die Agenda weisser Nationalisten, egal ob es in Chatrooms passiert oder im nationalen Fernsehen. Und nun hat es den Garten des Weissen Hauses erreicht", sagte Ilhan Omar bei einer Pressekonferenz am Montag mit ihren drei Amtskolleginnen.

Omar und ihre Parteikolleginnen Alexandria Ocasio-Cortez, Rashida Tlaib sowie Ayanna Pressley betonten bei dem Auftritt im Kongress, dass sie sich nicht von Trump einschüchtern lassen würden. Omar und Tlaib sprachen sich zudem für die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Trump aus.

Trump hatte am Sonntag in einem Tweet mehrere Demokratinnen dazu aufgefordert, in ihre vermeintlichen Heimatländer zurückzugehen und die Probleme dort zu lösen, statt den USA gute Ratschläge zu geben.

Trump nannte in der Nachricht keine Namen, spielte aber unmissverständlich auf die Gruppe der vier aufstrebenden demokratischen Abgeordneten im Repräsentantenhaus an. Alle vier sind US-Bürgerinnen. Ocasio-Cortez ist puerto-ricanischer Abstammung, geboren in New York; Tlaib ist Tochter palästinensischer Einwanderer, geboren in Detroit; Pressley ist Afroamerikanerin, geboren in Chicago. Omar kam zwar in Somalia auf die Welt, wurde aber schon als Teenager in den USA eingebürgert.

Am Montag legte der US-Präsident bei einem Auftritt im Rosengarten des Weissen Hauses nach und warf den Frauen vor, die USA zu hassen. Dabei nannte er immer wieder Omar explizit.

(sda / dpa)

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