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Wirtschaft
Liechtenstein|14.08.2019 (Aktualisiert am 14.08.19 11:49)

Hilcona-Mutter Bell nimmt strategische Weichenstellungen vor

BASEL/SCHAAN Das erste Halbjahr 2019 war für die Bell Food Group - zu der auch die in Schaan ansässige Hilcona gehört - durch stark steigende Rohmaterialpreise für Fleisch in Europa, den organisatorischen Umbau von Bell Deutschland und ungünstige Wetterverhältnisse geprägt.

Der Warenumsatz der Bell Food Group bereinigt um Fremdwährungs-, Akquisitions- und Restrukturierungseffekte bewegte im ersten Halbjahr 2019 mit 2,0 Milliarden auf Vorjahresniveau, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das bereinigte Absatzvolumen lag mit 266,7 Millionen Kilogramm um 2,2 Prozent über dem Vorjahr. Der Convenience-Anteil am Warenumsatz der Bell Food Group erhöhte sich um rund einen Prozentpunkt auf 27 Prozent.

Der Bruttogewinn sank um 3,4 Millionen auf 768,2 Millionen Franken. Darin enthalten ist der signifikante Anstieg der Rohstoffpreise bei Bell Deutschland und Bell International, der den Bruttogewinn mit rund 6,0 Millionen Franken belastet. Die Personal- und Gemeinkosten konnten im Vergleich zum Vorjahr operativ stabil gehalten werden. Mit 116,8 Millionen Franken ist der EBITDA im ersten Halbjahr 2019 um 19,8 Millionen Franken tiefer ausgefallen als 2018. Darin enthalten sind 10 Millionen Franken anteilige Einmalkosten für den Ausstieg aus dem deutschen Wurstwarengeschäft. Akquisitionsbereinigt sowie unter Berücksichtigung der ausserplanmässigen Wertberichtigungen für das deutsche Wurstwarengeschäft (25,0 Mio. Franken) liegen die Abschreibungen leicht über dem Vorjahr. Der bereinigte EBIT beläuft sich auf 46,0 Millionen Franken. Darin enthalten sind Sonderkosten aufgrund der Rohmaterialpreisentwicklung beim Schweinefleisch sowie Anlauf- und Umnutzungskosten in der Höhe von 12,0 Millionen Franken.

Unter Berücksichtigung des Restrukturierungsaufwands für den Verkauf des Wurstwarengeschäftes in Deutschland in der Höhe von 35,0 Millionen Franken resultiert ein ausgewiesener EBIT von 11,0 Millionen Franken. Aufgrund des schwächeren Eurokurses liegt das Finanzergebnis mit  –7,5 Millionen Franken um 0,9 Millionen Franken unter Vorjahr. Die Auswirkungen der Annahme der Unternehmenssteuervorlage in der Schweiz sowie die Änderung der Gewinnsteuersätze in verschiedenen Kantonen sind in der Position Steuern enthalten. Die Anpassung der latenten Steuern führte zu einer einmaligen Erhöhung des Steueraufwandes von 2,0 Millionen Franken.

Das Halbjahresergebnis liegt bereinigt um die Ausstiegskosten aus dem deutschen Wurstwarengeschäft und einmalige Steueraufwendungen mit 27,4 Millionen Franken um 5,1 Millionen Franken unter Vorjahr. Unter Berücksichtigung der Ausstiegskosten und der einmaligen Steueraufwendungen liegt das Halbjahresergebnis bei –9,6 Millionen Franken . Die Bilanz per 30. Juni 2019 präsentiert sich ohne wesentliche Veränderungen im Vergleich zum Jahresende. Die Eigenkapitalquote liegt bei 46,4 Prozent und die Nettofinanzverbindlichkeiten belaufen sich auf 696,9 Millionen Franken. «Damit weist die Bell Food Group eine sehr solide Bilanzstruktur aus», schreibt das Unternehmen in einer Aussendung.

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(hf)

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