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Liechtenstein|17.09.2021

Balzers will Energiestadt bleiben

BALZERS - Für die Rezertifizierung des Labels "Energiestadt" hat sich die Gemeinde Balzers einige Ziele bis 2030 gesetzt. Im Herbst steht die Rezertifizierung an.

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BALZERS - Für die Rezertifizierung des Labels "Energiestadt" hat sich die Gemeinde Balzers einige Ziele bis 2030 gesetzt. Im Herbst steht die Rezertifizierung an.

Seit 2009 ist Balzers - wie alle anderen elf Gemeinden auch - offiziell eine "Energiestadt". Das Label erhalten Kommunen, die nachhaltige kommunale Energiepolitik vorleben und umsetzen, und wird durch einen unabhängigen Trägerverein verliehen.

Alle vier Jahre wird das Label rezertifiziert, in Balzers steht daher im Herbst das dritte Re-Audit an. Vor 12 Jahren erreichte Balzers 54 Prozent der möglichen Punkte für eine Energiestadt. Nun erwartet die Gemeinde, rund 70 Prozent erfüllen zu können. Dies geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Protokoll der Gemeinderatssitzung vom 18. August hervor.

Energieverbrauch weiter senken

Um Energiestadt bleiben zu können, reicht die Gemeinde ihre energiepolitischen Ziele bis 2030 ein. Diese beinhalten unter anderem das Bekenntnis zur 2000-Watt-Gesellschaft. Die Gemeinde möchte beispielsweise den Energieverbrauch pro Kopf weiter senken. 2018 wurde pro Einwohner ein Energieverbrauch von rund 6200 Watt ermittelt, dieser soll bis 2030 auf 4500 Watt reduziert werden. Zudem möchte die Gemeinde die jährlichen CO2-Emissionen von 6,4 Tonnen pro Kopf auf 4,4 Tonnen senken. Der erneuerbare Anteil am Strommix der Gemeinde soll bis 2023 von 59 (Stand 2018) auf 70 Prozent erhöht werden. 

Weniger Autos pro Einwohner

Als Energiestadt möchte die Gemeinde den Langsamverkehr und den öffentlichen Verkehr weiter unterstützen, etwa durch ein LBA-Abo oder Tageskarten. Durch Bewusstseinsförderung möchte Balzers die Anzahl der Personenwagen je Einwohner bis 2030 von 0,72 auf 0,5 Autos pro Einwohner senken.

Auch Förderprogrogramme für Energieeffizienz und erneuerbare Energien will Balzers beibehalten, im Bereich der Bewusstseinsbildung will man die Massnahmen noch verstärken.

Energiebewusstes Bauen

Für gemeindeeigene Neubauten ist der Minergiestandard verpflichtend, sofern technisch möglich und sinnvoll soll im Minergie-P-Standard erstellt werde. Die Wärmeerzeugen sollte wenn möglich CO2-neutral sein. Sofern technisch machbar und energetisch sinnvoll, soll eine Solarnutzung eingebaut werden, ansonsten wird der Solaranteil durch Ökostrom kompensiert.

Bei Umbauten oder Sanierungen gelten ähnliche, wenn auch nicht ganz so hohe Vorgaben.

(df)

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