Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
So wird das geplante staatliche Casino im Regierungsviertel von Vaduz aussehen. (Visualisierung: Kind und Töchter Architekten)
Vermischtes
Liechtenstein|01.04.2019 (Aktualisiert am 02.04.19 11:26)

Land Liechtenstein steigt ins Casino-Geschäft ein

VADUZ - Die Regierung will ein staatliches Casino in Vaduz eröffnen. Das hat sie in ihrer letzten Sitzung entschieden. Das sogenannte «Fürsten Palace» soll im Vaduzer Regierungsviertel mit royalem Charme punkten.

So wird das geplante staatliche Casino im Regierungsviertel von Vaduz aussehen. (Visualisierung: Kind und Töchter Architekten)

VADUZ - Die Regierung will ein staatliches Casino in Vaduz eröffnen. Das hat sie in ihrer letzten Sitzung entschieden. Das sogenannte «Fürsten Palace» soll im Vaduzer Regierungsviertel mit royalem Charme punkten.

«Die staatlichen Erträge aus der Geldspielsteuer sind zwar nicht schlecht», erklärt Regierungschef Adrian Hasler an der kurzfristig einberufenen Pressekonferenz am Sonntag. «Wir haben uns an den Regierungssitzungen aber trotzdem immer wieder gefragt: Warum darf eigentlich das Land kein Casino betreiben? Schliesslich wollen die teuren Reformen in den sozialen Bereichen irgendwie auch bezahlt werden.» Am vergangenen Dienstag sei dann eine Entscheidung getroffen worden. «Rasch und unkompliziert», wie Regierungschef-Stv. Daniel Risch nachlegt. «Das Land steigt in das Casino-Geschäft ein!»

«Fürsten Palace» im Städtle

In bester Lage im Städtle vor dem Landtags- und dem Regierungsgebäude soll das Staatscasino seinen Platz finden. Ein Name steht auch schon fest: «Fürsten Palace». Die Pläne dafür seien schon länger in den Amtsschubladen vorhanden gewesen; sie mussten einfach nur noch hervorgeholt werden. So kann der Bau des neuen Casinos bereits bald starten. Architektonisch habe man sich am fürstlichen Sitz oberhalb von Vaduz orientiert. «Sozusagen royales Flair direkt im Städtle und nicht nur hoch auf dem Berg», freut sich der Regierungschef. «Unser Staatscasino wird Schloss Vaduz auf jeden Fall überstrahlen», ergänzt Daniel Risch. «Da kommen die einfachen Landesbürger und Touristen sowieso nicht rein. Dafür sind sie im Fürsten Palace umso willkommener.»

«Ein Casino gewinnt immer»

Aber haben die Volksvertreter in dieser Sache nicht auch was zu sagen? Den Landtag müsse man nicht fragen, so die einhellige Meinung – schliesslich würden die Baukosten schon in einem Jahr wieder reingeholt. «Die Abgeordneten merken das wahrscheinlich gar nicht», ergänzen Hasler und Risch lachend. «Sollte es aber doch die eine oder andere Kleine Anfrage geben, steht die Antwort auch schon fest: Mit einem Casino gewinnt man immer – das ist sogar mathematisch belegt.» Auch seien die bevorstehenden Einkünfte vom Amt für Volkswirtschaft bereits genau ausgerechnet worden. «Mehr möchten wir aber noch nicht verraten», so der Regierungschef mit Verweis auf die nächste Präsentation der Landesrechnung, die «sehr, sehr erfreulich» ausfallen werde. Um den Geld- und Besucherfluss sicherzustellen kommt im geplanten Staatscasino neueste Technologie zum Einsatz. «Man kann nicht innovativ genug sein», betont Adrian Hasler. «Eine Besonderheit wird etwa sein, dass an den Automaten mit Bitcoins gespielt werden kann.» 

Plus-Artikel

Lies unsere digitalen Premiuminhalte

Sie erwarten 6 Absätze und 358 Worte in diesem Plus-Artikel.
(red)

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden

Nächster Artikel
Politik
Liechtenstein|29.03.2019 (Aktualisiert am 29.03.19 10:04)
FL thematisiert Casinos in Aktueller Stunde
Volksblatt Werbung