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Regierungsrat Manuel Frick, Regierungschef-Stellvertreterin Sabine Monauni, Regierungschef Daniel Risch und Regierungsrätin Dominique Hasler erklärten, wie Liechtenstein über die Weihnachtszeit kommen soll. (Foto: IKR)
Coronavirus
Liechtenstein|03.12.2021 (Aktualisiert am 03.12.21 20:32)

Weihnachtsferien vorverlegt, Zertifikatspflicht verschärft

VADUZ - Vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Fallzahlen und der geplanten Verschärfung der Massnahmen in der Schweiz plant die Regierung, ab kommendem Dienstag, 7. Dezember 2021, zusätzliche Massnahmen in Liechtenstein einzuführen. Dazu gehörten auch ein Vorziehen der Weihnachtsferien. Zudem prüfe die Regierung nach eigenen Angaben die rechtlichen Grundlagen für eine Impfpflicht im kommenden Jahr. 

Regierungsrat Manuel Frick, Regierungschef-Stellvertreterin Sabine Monauni, Regierungschef Daniel Risch und Regierungsrätin Dominique Hasler erklärten, wie Liechtenstein über die Weihnachtszeit kommen soll. (Foto: IKR)

VADUZ - Vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Fallzahlen und der geplanten Verschärfung der Massnahmen in der Schweiz plant die Regierung, ab kommendem Dienstag, 7. Dezember 2021, zusätzliche Massnahmen in Liechtenstein einzuführen. Dazu gehörten auch ein Vorziehen der Weihnachtsferien. Zudem prüfe die Regierung nach eigenen Angaben die rechtlichen Grundlagen für eine Impfpflicht im kommenden Jahr. 

Zum geplanten Paket gehören unter anderem eine Zertifikatspflicht bei allen Veranstaltungen ungeachtet der Teilnehmerzahl sowie bei privaten Veranstaltungen mit mehr als zehn Personen. Die Personengrenze für Veranstaltungen ohne Zertifikat im Freien wird auf 300 gesenkt. Zudem soll die Gültigkeit von Antigen-Schnelltests von 48 auf 24 Stunden reduziert werden.

Das massive Wachstum der Fallzahlen konnte laut Aussendung der Regierung zwar eingedämmt werden, die täglichen Fallzahlen bewegen sich aber weiterhin auf sehr hohem Niveau: Der 7-Tages-Durchschnitt beträgt aktuell 52,3 Fälle pro Tag, was einer 7-Tages-Inzidenz von 945 entspricht. Mit 71 gemeldeten Fällen am Dienstag wurde diese Woche ein neuer Rekordwert seit Beginn der Covid-19-Pandemie verzeichnet. Aktuell sind 360 Personen aktiv erkrankt, 460 Personen sind in Quarantäne. Vor diesem Hintergrund erachtet es die Regierung als unausweichlich, die Massnahmen nachzuschärfen, um die Fallzahlen zu reduzieren und damit das Gesundheitswesen zu entlasten.

Boosterimpfungen vor Weihnachten

Das Angebot einer Boosterimpfung für alle Personen, die vor Ende Juni 2021 zweitgeimpft worden sind, noch vor Weihnachten, sei ein Element der kurzfristigen Pandemiebekämpfung. Dadurch sollen die bereits geimpften Personen zusätzlich vor einer Ansteckung geschützt werden und der vorhandene Schutz vor einer schweren Erkrankung soll wieder erhöht werden. Bei der Planung der Feierlichkeiten zu Weihnachten und zum Jahreswechsel sollte jedoch bedacht werden, dass nach der Impfung einige Tage bis zwei Wochen vergehen können, bis der Impfschutz wieder komplett aufgebaut ist. Das Gleiche gilt für Personen, die sich erst in diesen Tagen entschieden haben, sich impfen zu lassen.

Zertifikatspflicht wird ausgeweitet

Die am 23. November 2021 beschlossene Ausweitung der Maskenpflicht auf alle Innenräume und Veranstaltungen sowie am Arbeitsplatz bleibt unverändert bestehen. Neu soll die Zertifikatspflicht auf alle Veranstaltungen in Innenräumen ausgeweitet werden, bislang galt diese erst ab 50 Personen. Ausgenommen bleiben weiterhin religiöse Veranstaltungen und Bestattungsfeiern sowie Veranstaltungen zur politischen Meinungsbildung mit bis zu 50 Personen. Hier gilt weiterhin das Schutzkonzept mit Masken und Abstandhalten.

Die Grenze für die Zertifikatspflicht von Veranstaltungen im Aussenbereich wird von 1000 auf 300 Personen gesenkt. Nachdem im privaten Bereich bislang keine Beschränkungen galten, sollen nun auch diese voraussichtlich vermehrt stattfindenden Treffen sicherer gemacht werden – so die Idee der Regierung: Bei allen privaten Veranstaltungen mit mehr als zehn Personen gilt für die Teilnehmenden zukünftig eine Zertifikatspflicht – sie müssen also geimpft, genesen oder getestet sein. Weitere Einschränkungen werden in Abstimmung mit der Schweiz geprüft und gegebenenfalls übernommen.

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(red)

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