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Mein Recht
Liechtenstein|15.06.2022

Wie gehe ich gegen ein fehlendes oder schlechtes Arbeitszeugnis vor?

VADUZ - Grundsätzlich kann der Arbeitnehmer jederzeit vom Arbeitgeber ein Zeugnis verlangen, welches sich entweder über die Art und Dauer sowie die Leistungen und das Verhalten des Arbeitnehmers ausspricht oder sich inhaltlich lediglich auf die Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses beschränkt. Ziel dieses Dokuments ist unter anderem die Erleichterung der anschliessenden Stellensuche und die damit verbundene Förderung des wirtschaftlichen Fortkommens. Das Arbeitszeugnis gibt sohin Auskunft über die Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses, sowie – sofern es vom Arbeitnehmer entsprechend verlangt wurde – über die individuelle Leistung und das Verhalten des Arbeitnehmers. Doch was ist zu tun, wenn der Arbeitgeber nun kein oder nur ein schlechtes Arbeitszeugnis ausstellt?

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VADUZ - Grundsätzlich kann der Arbeitnehmer jederzeit vom Arbeitgeber ein Zeugnis verlangen, welches sich entweder über die Art und Dauer sowie die Leistungen und das Verhalten des Arbeitnehmers ausspricht oder sich inhaltlich lediglich auf die Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses beschränkt. Ziel dieses Dokuments ist unter anderem die Erleichterung der anschliessenden Stellensuche und die damit verbundene Förderung des wirtschaftlichen Fortkommens. Das Arbeitszeugnis gibt sohin Auskunft über die Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses, sowie – sofern es vom Arbeitnehmer entsprechend verlangt wurde – über die individuelle Leistung und das Verhalten des Arbeitnehmers. Doch was ist zu tun, wenn der Arbeitgeber nun kein oder nur ein schlechtes Arbeitszeugnis ausstellt?

Zuallererst muss gesagt werden, dass jedem Arbeitnehmer grundsätzlich der Anspruch auf die Ausstellung eines Arbeitszeugnisses zukommt. Dieses kann während der Anstellung, im Sinne eines Zwischenzeugnisses, und/oder erst bei Beendigung verlangt werden. Hat es der Arbeitgeber trotz dieser gesetzlich normierten Pflicht unterlassen, das Zeugnis auszustellen, so kann dies auch mittels Klage eingefordert werden.

Bei der Ausgestaltung des Arbeitszeugnisses hat sich der Arbeitgeber an den Grundsätzen der Vollständigkeit, der Wahrheit und des Wohlwollens zu orientieren. Als Anhaltspunkte für die Vollständigkeit gelten die genaue Umschreibung der ausgeübten Stelle, sowie der Nebenfunktionen und die Nennung der Dauer des Arbeitsverhältnisses. Ausserdem muss die Arbeitsleistung evaluiert und das Verhalten beurteilt werden. Zudem ist das Arbeitszeugnis grundsätzlich positiv zu formulieren, falls keine gravierenden Fehltritte vorliegen. Unzulässig ist die Verwendung von sogenannten Codierungen, welche sich oftmals in wohlwollend klingenden Formulierungen finden lassen, welche allerdings bei eingeweihten Lesern einen negativen Eindruck hinterlassen können. Leider sind diese Geheimcodes in der Regel für das ungeschulte Auge kaum ersichtlich, weshalb es sich empfiehlt, ein ausgestelltes Arbeitszeugnis zunächst von einem Rechtsanwalt prüfen zu lassen.

Sofern das Zeugnis nun beispielsweise nicht die erbrachten Arbeitsleistungen wahrheitsgemäss wiedergibt oder auch sonst inhaltlich nicht den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht, kann der Arbeitgeber beispielswiese mittels eines Schreibens aufgefordert werden, dies entsprechend zu berichtigen. Oftmals können bereits dadurch weiterführende Streitigkeiten vermieden werden. Sofern eine aussergerichtliche Lösung allerdings scheitert, kann auch hier der Gerichtsweg beschritten werden.

Aufgrund des Umstandes, dass zum Teil die verwendeten Codierungen nur schwer zu erkennen sind, wird in jedem Fall empfohlen, bereits frühzeitig eine Rechtsvertretung zu konsultieren.

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NÄGELE Rechtsanwälte GmbH

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