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(Illustration: Land Vorarlberg)
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Region|04.04.2017 (Aktualisiert am 04.04.17 14:03)

Vorarlberg hält an Stadttunnel Feldkirch fest

FELDKIRCH/VADUZ - Auch wenn der öffentliche Verkehr in Feldkirch zunehmend an Beliebtheit gewinnt, sei gleichzeitig auch der Individualverkehr in Vorarlberg und Liechtenstein gewachsen, wie das Land Vorarlberg mitteilte. Auf den Stadttunnel Feldkirch könne daher nicht verzichtet werden.

(Illustration: Land Vorarlberg)

FELDKIRCH/VADUZ - Auch wenn der öffentliche Verkehr in Feldkirch zunehmend an Beliebtheit gewinnt, sei gleichzeitig auch der Individualverkehr in Vorarlberg und Liechtenstein gewachsen, wie das Land Vorarlberg mitteilte. Auf den Stadttunnel Feldkirch könne daher nicht verzichtet werden.

Der Vorarlberger Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und der Feldkircher Bürgermeister Wilfried Berchtold betonen in der Mitteilung, dass der Versuch, den Stadttunnel zu verhindern, nur zu Verzögerungen führe und das Problem für alle Beteiligten verschärfe. Zur Entlastung der Verkehrssituation in Feldkirch seien breit gefächerte Massnahmen notwendig: Ein Ausbau der sanften Mobilität genauso wie der rasche Bau des Stadttunnels – "wir brauchen beides", so Rüdisser und Berchtold. Feldkirch habe in den letzten Jahren gemeinsam mit dem Land Vorarlberg viel in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs und des Radwegenetzes investiert. Allein der Stadtbus hat seit der Einführung 38 Millionen Euro gekostet.

Stadttunnel schaffe Raum für sanfte Mobilität

Sobald der Stadttunnel in Betrieb sei, könnten weitere Verbesserungen der sanften Mobilität umgesetzt werden. Die sogenannten Begleitmassnahmen zum Stadttunnel sind von der Behörde vorgeschrieben und würden realisiert, sobald die Strassen durch den Tunnel entlastet sind. "Die Realisierung des Stadttunnels Feldkirch bietet der Stadt eine einmalige Chance, um den Verkehr, den Lärm und die Abgase im bewohnten Gebiet zu reduzieren und damit auch den Menschen wieder eine höhere Lebensqualität zu bieten", so Bürgermeister Berchtold.

Liechtenstein mit höchster Autodichte in Europa

Die positive Entwicklung bei Bus, Bahn und Rad dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Anteil der Autos am Gesamtverkehrsaufkommen viel grösser sei und ebenfalls ein starkes Wachstum aufweise, erklärt Bürgermeister Berchtold. Immerhin 89 Prozent der Vorarlberger Haushalte besitzen einen oder mehrere PKW. In Vorarlberg waren 2015 laut Landesstatistik 309 000 Autos gemeldet, das sind 52 000 mehr als noch vor 10 Jahren. Liechtenstein hat über 39 000 Fahrzeuge und weist mit 767 Pkw pro 1000 Einwohner die höchste KFZ-Dichte in Europa auf. Österreich hat im Vergleich dazu 547 Autos pro 1000 Einwohner. "Das sind Tatsachen, die man nicht ignorieren kann und die dringend Massnahmen erfordern. Der Stadttunnel Feldkirch ist eine lokale Entlastungsmassnahme, die für die Menschen in Feldkirch eine enorme Verbesserung der Verkehrsituation und eine Reduzierung von Abgasen und Lärm bringen würde. Nur auf den Ausbau des öffentlichen Verkehrs zu setzen, ist eine unrealistische und falsche Sichtweise, die zu keiner Lösung führt. Wir brauchen beides", erklären Bürgermeister Berchtold und Landesstatthalter Rüdisser.

(red/pd)

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