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Giulia Steingruber gelang im Mehrkampffinal gegenüber der Qualifikation eine deutliche Steigerung
Sport
International|07.10.2017 (Aktualisiert vor 16 Minuten)

Starke Leistung von Giulia Steingruber im Mehrkampffinal

KUNSTTURNEN - Giulia Steingruber erreicht an den Weltmeisterschaften in Montreal im Mehrkampffinal den sehr guten 7. Platz. Gold holt etwss überraschend die erst 16-jährige Morgan Hurd aus den USA.

Giulia Steingruber gelang im Mehrkampffinal gegenüber der Qualifikation eine deutliche Steigerung

KUNSTTURNEN - Giulia Steingruber erreicht an den Weltmeisterschaften in Montreal im Mehrkampffinal den sehr guten 7. Platz. Gold holt etwss überraschend die erst 16-jährige Morgan Hurd aus den USA.

Steingruber überraschte im Olympiastadion von 1976 sowohl ihren Trainer Fabien Martin als auch sich selber. Der Franzose hatte im Optimalfall Rang 8 für möglich gehalten. Am Ende resultierte für die 23-Jährige aus Gossau Platz 7, nachdem sie eine starke Leistung gezeigt und sich gegenüber der Qualifikation um einen halben Punkt gesteigert hatte.

Vor allem am Boden wirkte sie deutlich sicherer, aber auch am Stufenbarren und am Schwebebalken gelang Steingruber eine Steigerung. Nur ihr Paradesprung, der Tschussowitina, glückte ihr nicht mehr ganz so perfekt wie bei ihrem ersten Auftritt. Nichtsdestotrotz erreichte sie die zweitbeste Mehrkampf-Klassierung ihrer Karriere. "Dies ist eine mega Belohnung für die harte Arbeit", sagte eine strahlende Steingruber. Es sei ein steiniger Weg gewesen in den letzten Monaten. "Nun konnte ich auch den Trainern etwas zurückgeben."

Rang 5 und damit ihr bislang bestes Mehrkampf-Ergebnis an Weltmeisterschaften verpasste Steingruber nur um drei Zehntel, zur Bronzemedaille fehlten ihr 1,133 Punkte. Trotz grosser Nervosität konnte sie den Wettkampf vor 11'000 Zuschauern in der ausverkauften Halle geniessen. "Es ist schön, dass ich wieder hier sein und Turnen darf. Und dass es bereits wieder so gut geklappt hat, motiviert mich, einen weiteren Schritt vorwärts zu machen."

Ein kleines Déjà-vu

Noch sind die Weltmeisterschaften für Steingruber nicht zu Ende. Nach der Siegerehrung der besten acht standen Essen und die Regeneration mit einem Eisbad im Programm, denn bereits am Samstagabend steht sie wieder im Einsatz. Am Sprung kämpft sie nach ihrem 3. Platz in der Qualifikation um die Medaillen.

Dort eröffnet sich Steingruber die Möglichkeit, die letzte grosse Lücke in ihrem Palmarès zu schliessen. Als Dritte qualifizierte sie sich hinter der russischen Topfavoritin und Titelverteidigerin Maria Paseka und Jade Carey aus den USA für den Final, in dem auch die 42-jährige Usbekin Oxana Tschussowitina wieder dabei ist. Vier Athletinnen zeigen zwar ein schwierigeres Programm als Steingruber, doch mit Ausnahme der Kanadierin Ellie Black erhielt in der Qualifikation keine bessere Noten für die Ausführung als sie.

"Ich habe ein Déjà-vu. Bereits vor vier Jahren war ich Siebte im Mehrkampf und musste nachher als Erste im Sprungfinal antreten", sagte Steingruber. Sie hoffe, dies sei ein gutes Omen, seien ihr doch damals die beiden Sprünge im Final sehr gut geglückt. In Antwerpen resultierte für die Olympia-Dritte von Rio Rang 4, ihr bislang bestes Ergebnis an Weltmeisterschaften.

Zu hohe Erwartungen will Steingruber aber nicht schüren. Dass sie bereits in Montreal wieder bei den Weltbesten mitmischen kann, hatte auch sie nicht unbedingt erwartet. Erst nach den Sommerferien konnte sie ihren im Januar operierten rechten Fuss wieder voll belasten und das Training am Sprung intensivieren. Nur rund ein Dutzend Mal zeigte sie den Jurtschenko mit Doppelschraube im Training, erst in Montreal entschied sie, diesen überhaupt im Wettkampf zu zeigen.

Erneuter WM-Titel für die USA

Gold im Mehrkampf holte überraschend die Amerikanerin Morgan Hurd, die sich mit dem knappen Vorsprung von nur einem Zehntel gegen die Kanadierin Ellie Black und Jelena Eremina aus Russland durchsetzte. Die 16-Jährige gebürtige Chinesin Hurd trat die Nachfolge ihrer Landsfrau Simone Biles an. Die dreifache Weltmeisterin und Olympiasiegerin von Rio de Janeiro legte 2017 eine Pause ein.

Die Qualifikationsbeste Mai Murakami aus Japan vergab ihre Titelchance mit einem Sturz am Schwebebalken. Pech bekundete Ragan Smith, die Zweite im Vorkampf. Die Amerikanerin zog sich beim Aufwärmen eine Knöchelverletzung zu und musste auf einen Start verzichten.

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