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Liechtenstein|23.02.2015 (Aktualisiert am 23.02.15 10:44)

Gartenkooperative startet durch

SCHAAN - Die Gartenkooperative Region Liechtenstein-Werdenberg hat eigenen Angaben zufolge einen fulminanten Start hingelegt. Die letzten Zweifel an der Machbarkeit seien beseitigt, die Initianten gründen am kommenden Donnerstag, den 26. Februar, eine Genossenschaft und haben mit der Gartenarbeit bereits losgelegt, teilten die Verantwortlichen am Montag mit.

"Wir hatten bis letzte Woche 65 Personen aus Liechtenstein, der Schweiz und Österreich, die zusammen exakt 100 Anteilscheine zeichnen und 39 Gemüseabos kaufen, womit auch 390 Halbtage Mitarbeit im Garten und beim Abpacken verbunden sind. Weitere Abos und Anmeldungen für die Genossenschaft treffen laufend ein“, freut sich Sacha Schlegel, einer der Initiatoren der Gartenkooperative. Damit ist umrissen, was die Gartenkooperative tut: Gemeinsam gesundes, zertifiziertes Bio-Gemüse anbauen. Das Gemüse aus dem Feld „bim Flugplatz“ oberhalb des Milchhofs in Schaan wird für rund 80 Haushalte reichen.

Mehr Spass als der Einkauf im Supermarkt

Mittun kann, wer Genossenschafter wird, selber zehn Mal im Jahr Hand anlegt und einen Betriebsbeitrag zahlt, heisst es in einer Medienmitteilung vom Montag. Dafür gibt es Woche für Woche – im Winter alle zwei Wochen – eine Tasche voll Gemüse, die für einen 2 bis 3-Personen-Haushalt reicht. Die Initianten stammen aus verschiedenen Vereinen und Organisationen. Ihr Anliegen ist eine gesunde Ernährung, und darum wollen sie sich künftig vermehrt selber kümmern. In nur vier Monaten haben sie eine geeignete Parzelle und den motivierten Bio-Bauern Georg Frick vom Weidriethof in Schaan gefunden, die erforderlichen Strukturen aufgebaut und die Gründung der Genossenschaft vorbereitet.

„Dass in dieser kurzen Zeit schon die Hälfte der vorgesehenen Abos weg sind, empfinden wir als grossen Erfolg“, so Schlegel weiter. Auch die Pachtgemeinschaft Schaan als Verwalterin der Parzelle sei sehr kooperativ gewesen und anerkenne den Wert dieses Vorhabens. Das zeige, dass die Leute für solche Projekte offen seien. Für ihn mache die Arbeit im Garten auch mehr Spass, als das Gemüse einfach im Supermarkt zu kaufen.

Grüner Daumen ist nicht erforderlich

Der erste Einsatz auf dem Feld hat letzte Woche stattgefunden: Gemeinsam haben die Gründer mehrere Tonnen Steine aus dem Feld getragen. „Die Erde hier ist sehr fruchtbar und wurde seit mehreren Jahren biologisch bewirtschaftet. Trotzdem kommen beim Pflügen immer wieder Steine zum Vorschein“, erklärt Bio-Bauer Frick.

Die Arbeit im Garten eignet sich übrigens auch für Leute ohne grünen Daumen, denn für die Planung und Umsetzung sowie für die Anleitung der Gartenbegeisterten stellt die Kooperative eine Gartenfachkraft ein. Karin Huber, die diese Aufgabe per 1. März in einem 50 %-Pensum übernimmt, ist gelernte Gemüsegärtnerin und hat viel Erfahrung im Bio-Gemüsebau und in der Planung von ganzjährigen wöchentlichen Gemüsetaschen.

Mehr dazu lesen Sie im „Volksblatt“ vom Dienstag (24.02.2015).

(pd/red)

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