Der Verein Symbiose lud zum "Treff der Chancen". (Foto: ZVG)
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Liechtenstein|06.02.2015 (Aktualisiert am 06.02.15 13:21)

Neue wirtschaftliche Impulse beim "Treff der Chancen"

SCHAAN - Die Ökonomie des Teilens steht im Fokus der Symbiose Gemeinschaft im Jahre 2015. Kaputtes kann repariert, Überflüssiges kann abgegeben und selten Benutztes kann geteilt werden. So macht man jemandem eine Freude und hat auch selbst Spass daran. Konkret werden in den nächsten Monaten die Bereiche Wirtschaft, Bildung und Ernährung näher beleuchtet, heisst es in einer Mitteilung des Vereins vom Freitag.

Der Verein Symbiose lud zum "Treff der Chancen". (Foto: ZVG)

SCHAAN - Die Ökonomie des Teilens steht im Fokus der Symbiose Gemeinschaft im Jahre 2015. Kaputtes kann repariert, Überflüssiges kann abgegeben und selten Benutztes kann geteilt werden. So macht man jemandem eine Freude und hat auch selbst Spass daran. Konkret werden in den nächsten Monaten die Bereiche Wirtschaft, Bildung und Ernährung näher beleuchtet, heisst es in einer Mitteilung des Vereins vom Freitag.

Den Auftakt im Bereich Wirtschaft machte das «Treff der Chancen». Nach einer Vorstellungsrunde und einem kurzen Input zur Ökonomie des Teilens, welcher eine rege Diskussion unter den Teilnehmern über die Chancen und Gefahren auslöste, wurden drei Themen im World Café-Format weiter verfeinert: Die Qualitätssteigerung von Produkten, Pumpipumpe und Regulierung.

Um Dinge nämlich teilen zu können, müssen sie zunächst einen gewissen Qualitätsstandard erreichen. So kann eine Wertschätzung dem Produkt gegenüber entstehen. Falls dann doch etwas kaputtgeht, sollten die einzelnen Teile leicht austauschbar sein. Diese Wertschätzung kann sich auch auf den Hersteller übertragen, indem die realen Herstellungskosten aufgezeigt werden. Schlussendlich gilt die Wertschätzung auch denjenigen, die die Sachen teilen, da sie das Vertrauen in andere haben, dass die Dinge heil zurückkommen.

Eine konkrete Umsetzung dieser Prinzipien liefert Pumpipumpe. Die Idee dieser Initiative ist es, dass man Kleber mit Symbolen auf dem eigenen Briefkasten anbringt. Diese Symbole zeigen, was man beim jeweiligen Haushalt ausleihen kann. Das bereits funktionierende System hat das Potential, noch eine grössere Breitenwirkung zu erzielen. Gedanken dazu waren ein Anschlagbrett im öffentlichen Raum, eine Sammelstelle für Gegenstände innerhalb einer Gemeinde und eine Online-Plattform. Zudem könnten Dinge bereits gemeinsam angeschafft werden, anstatt sie erst im Nachhinein zu teilen.

Die dritte Gruppe setzte sich mit Regulierung, oder besser gesagt der Befähigung der einzelnen Akteure auseinander. Vertrauen fällt nämlich nicht vom Himmel. Wenn man sich persönlich begegnet, lernt man einander kennen. In einem solchen System genügt es grossmehrheitlich, wenn sich die Teilnehmer gegenseitig unterstützen. Wenn man sich jedoch in einem grösseren Rahmen bewegt, benötigt es gewisse Regeln, damit niemand ausgenutzt wird. So können sich beispielsweise die Benutzer gegenseitig bewerten. Nicht zuletzt kann staatliche Unterstützung auch dazu dienen, die Ökonomie des Teilens salonfähig zu machen, z.B. durch die Verbesserung von Rahmenbedingungen.

Filmisch wurde der Anlass vom Schweizer Fernsehen begleitet. Den Beitrag dazu kann man sich am nächsten Mittwoch um 22.25 Uhr in der Sendung «Kulturplatz» auf SRF 1 oder danach online anschauen. Wer sich im Bereich Wirtschaft der Symbiose Gemeinschaft beteiligen möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Dazu kann man sich gerne unter info@symbiose.li melden.

(red/pd)

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