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Politik
Liechtenstein|03.07.2014 (Aktualisiert am 03.07.14 21:45)

Umfrage: Fast zwei Drittel der 16-Jährigen zeigen Politikinteresse

VADUZ - Der Jugendrat Liechtenstein führte bei knapp 600 Jugendlichen eine Schulumfrage über deren politische Bildung durch. Die Ergebnisse wurden am Donnerstag präsentiert. Fazit: Rund ein Drittel verwehrt sich dem Thema Politik.

Die Umfrage des Jugendrats, welche in Zusammenarbeit mit dem Schulamt und den weiterführenden Schulen durchgeführt wurde, ist die erste ihrer Art in Liechtenstein. Zwischen Juni und November 2013 arbeitete der Jugendrat, unter der Projektleitung von Brian Haas und Alessia Blöchinger, zusammen mit Experten des Liechtenstein-Institus, die zahlreichen Fragen aus, die im März 2014 von den Klassen aller vierten Stufen der Ober- und Realschule sowie im zehnte Schuljahr und die vierte bis siebte Schulstufe des Gymnasiums beantwortet wurden.


Jugendliche und ihr politisches Wissen

Die 591 Teilnehmer durften ihr Wissen über das Fürstenhaus, die Parteien, den Landtag und die Regierung sowie das Liechtensteiner Volk testen. Aber auch das Allgemeinwissen der durchschnittlich 16-Jährigen wurde abgefragt. Weiter durften die jungen Erwachsenen eine persönliche Einschätzung ihrer Politiksympathie abgeben: Es zeigten sich gerade einmal 16 Prozent als «interessiert». 46 Prozent bekundeten «etwas Interesse», während sich 37 Prozent «politisch uninteressiert» einschätzten. So informieren sich zumindestet 14 Prozent aktiv über das politische Geschehen im Land und 55 Prozent zeigen zumindest «etwas Informationsinteresse» – und diese holen sie sich am liebsten bei Freunden oder Familie (knapp 70 Prozent). Nur knapp darauf folgen die Zeitungen (über 60 Prozent). Abgeschlagen das Radio mit über 30 Prozent und dem Fernsehen mit 25 Prozent. Das Internet erreicht immerhin knapp 30 Prozent.

Für den Jugendrat hat dieses Resultat seine Gründe. «Die Anzeichen sind wegen des Alters der Umfrageteilnehmer, die noch nicht wählen können, nicht unbedingt angsterregend», erklärte Brian Haas. «Zumindest zeigen schon einige Interesse und informieren sich aktiv.» Deshalb sei es wichtig, dass es eine Plattform gäbe, damit sich dieses auch später noch weiterentwickelt oder noch geweckt werden könnte.

Die Evaluation ist auf http://jugendrat.li/ ersichtlich.

Mehr dazu lesen Sie im „Volksblatt“ vom Freitag (4.7.2014).

(hm)

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