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Liechtenstein|06.10.2017 (Aktualisiert am 06.10.17 09:23)

Höhere Ausbildung, mehr Frauen: Arbeits- und Ausbildungsstruktur in Liechtenstein

VADUZ - Das Amt für Statistik hat den Band 2 der Volkszählung 2015 zum Thema Arbeit und Ausbildung veröffentlicht.

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VADUZ - Das Amt für Statistik hat den Band 2 der Volkszählung 2015 zum Thema Arbeit und Ausbildung veröffentlicht.

Am Stichtag 31. Dezember 2015 umfasste die ständige Bevölkerung Liechtensteins 37 622 Einwohner, davon waren laut Amt für Statistik 19 496 Personen oder 51.8 Prozent erwerbstätig. Von 1990 bis 2015 sei die erwerbstätige Bevölkerung um durchschnittlich 1.0 Prozent pro Jahr gewachsen. In den letzten fünf Jahren habe sich der Zuwachs auf durchschnittlich 0.3 Prozent pro Jahr verlangsam. Dies sind rund 65 erwerbstätige Personen mehr pro Jahr, teilt das Amt mit.

Mehr erwerbstätige Frauen

Im Zeitraum von 1990 bis 2015 wuchs die Zahl der erwerbstätigen Frauen um durchschnittlich 1.7 Prozent pro Jahr, so das Amt weiter. Bei den erwerbstätigen Männern betrug das durchschnittliche Wachstum 0.4 Prozent pro Jahr. In den vergangenen fünf Jahren habe sich das Wachstum der erwerbstätigen Frauen auf durchschnittlich 0.8 Prozent pro Jahr verlangsamt. Bei den erwerbstätigen Männern habe es in dieser Zeit kein Wachstum mehr gegeben (0.0 Prozent). Von den Frauen sind am 31. Dezember 2015 46.7 Prozent erwerbstätig, von den Männern 57.0 Prozent.

„Mitarbeiter ohne Vorgesetztenfunktion“

Von den 19 496 Erwerbstätigen waren laut Amt 6.3 Prozent selbstständig tätig und 93.7 Prozent unselbstständig tätig. 57.7 Prozent der Erwerbstätigen waren Mitarbeitende ohne Vorgesetztenfunktion und 14.2 Prozent Mitarbeitende mit Vorgesetztenfunktion. 9.2 Prozent waren in der eigenen Kapitalgesellschaft tätig, 6.3 Prozent arbeiteten als Selbstständige, 5.3 Prozent waren Lehrlinge, 4.5 Prozent waren mitarbeitende Familienmitglieder und 2.8 Prozent waren als Direktionsmitglied tätig.

30.6 Prozent der Erwerbstätigen, welche die entsprechenden Angaben machten, waren den sozioprofessionellen Kategorien „qualifizierter nichtmanueller Beruf“ (22.9 Prozent) und „qualifizierter manueller Beruf“ (7.7 Prozent) zugeordnet. Weitere 21.0 Prozent waren in die Kategorie „intermediärer Beruf“ (mittleres und unteres Kader) eingeteilt. 11.9 Prozent der Erwerbstätigen gehörten der Kategorie „akademischer Beruf und oberes Kader“ an. 8.8 Prozent der Erwerbstätigen waren ungelernte Angestellte und Arbeiter und 5.3 Prozent waren Lehrlinge.

Der Trend zu höheren Abschlüssen setzt sich fort

Der Anteil der Personen ab 15 Jahren mit einer tertiären Ausbildung (Doktorat, Master, Bachelor, höhere Fachschule, höhere Fach- und Berufsausbildung) erhöhte sich laut Daten der Volkszählung in den letzten 25 Jahren stetig. Im Jahr 1990 betrug ihr Anteil 11.6 Prozent und im Jahr 2015 25.6 Prozent. Nach Altersgruppen betrachtet verfügten 36.3 Prozent der Frauen im Alter von 25 bis 29 Jahren über einen tertiären Abschluss. Bei den Männern war der Anteil mit 30.9 Prozent weniger hoch als bei den Frauen.

(pd/red)

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