Freitag - 6. Oktober 2017 | 12:07 (Aktualisiert am 06.10.17 12:26)

Gute Erinnerungen an Israel

VADUZ - Vor einem Jahr war die Liechtensteiner Nationalmannschaft in Israel knapp an einem Punktgewinn vorbeigeschrammt. Nationaltrainer Rene Pauritsch hofft auf ein ähnlich starkes Spiel seines Teams. Nur: Israel ist mittlerweile gewarnt.

Göppel erzielte vor einem Jahr in Jerusalem (1:2) den bislang einzigen Liechten­steiner Treffer in der laufenden WM-Quali-Kampagne. (Foto: RM)

Er halte es für unwahrscheinlich, dass die Israeli die LFV-Auswahl noch einmal derart unterschätzen wie vor einem Jahr in Jerusalem, erklärte Maximilian Göppel in dieser Woche gegenüber dem «Volksblatt». Der junge Aussenverteidiger erwartet ein bedeutend schwierigeres Spiel als an jenem 9. Oktober 2016 im Teddy Stadium von Jerusalem.
Die Liechtensteiner Erinnerungen an jene Partie sind sehr gut. Zwar verschlief der Aussenseiter den Start komplett – schon nach 16 Minuten stand es 2:0 für die Israeli –, doch danach steigerten sich die Gäste markant. Angeführt von einem stark aufspielenden Marcel Büchel. Es war wohl der beste Liechtensteiner Auftritt in der laufenden WM-Ausscheidung. Und auch der einzige, in dem ein Liechtensteiner Tor fiel. Erzielt durch Göppel, den damals 19-jährigen Youngster, der im Strafraum den Ball unaufgeregt und eiskalt unter die Latte hämmerte, als wäre er schon Jahre im internationalen Geschäft dabei.

Launenhaftigkeit in Israels Team

Seither blieb Liechtenstein in den weiteren Spielen gegen Italien, Mazedonien, Albanien und Spanien chancenlos. Und zwei Partien vor Ende der Quali-Kampagne droht gar der Super-GAU, nämlich die WM-Ausscheidung ohne einen einzigen Punkt abzuschliessen. Dieses Negativszenario will Nationaltrainer Rene Pauritsch unbedingt vermeiden. Auch wenn Liechtenstein im heutigen Heimspiel gegen Israel und am Montag auswärts in Mazedonien (Strumica) wieder der klare Aussenseiter ist, glaubt er an einen Exploit.

Göppel könnte recht haben, dass die Israelis mittlerweile gewarnt sind und die Liechtensteiner nicht mehr so ins Spiel kommen lassen. Und trotzdem: Pauritsch weiss genau, weshalb er im letzten Heimspiel auf einen Punkt spekuliert. Er sagt: «Mit Israel kommt ein sehr launisches Team ins Rheinpark-Stadion.» Das hat was: Beim Team von Trainer Elisha Levi muss die Tagesverfassung stimmen – ansonsten droht jederzeit eine Blamage. Nicht nur gegen die Liechtensteiner bekundete Israel Mühe. Gegen Mazedonien verlor es gar das Heimspiel (0:1), wofür es viel Kritik hagelte. In Albanien gab es dafür einen klaren 3:0-Erfolg, allerdings nur, um dann zu Hause mit demselben Resultat wieder zu verlieren. Fakt ist: Die letzten vier Quali-Spiele hat Israel allesamt verloren. Pauritsch erachtet dies als weiteren mentalen Vorteil für seine Mannschaft, auch wenn der Gegner ebenfalls einen guten Abschluss der Qualifikation anstreben wird. «Das Problem der israelischen Mannschaft ist, dass sie während des Spiels eher zusammenbricht, als dass sie nach einem Rückschlag noch einmal aufsteht. Und gerade deshalb sind unsere Hoffnungen gross auf einen positiven Auftritt von uns. Ich glaube, dass man diesen Gegner mit einem guten Start ins Spiel verunsichern kann.»

Letzter Quali-Punkt im Sommer 2015

Doch der Nationaltrainer betont auch: Aufgrund der Launenhaftigkeit der Israeli sei dieser Widersacher auch «extrem unberechenbar»: «Wenn es ihnen mit ihren individuell guten Akteuren läuft, dann können sie ganz stark aufspielen.» Und Pauritsch schiebt nach: «Ich gehe davon aus, dass sie die nötige Seriosität an den Tag legen werden. Sie werden gegen uns mit Sicherheit nicht auch noch Punkte abgeben wollen.» Holt Liechtenstein aber einen Zähler, wäre es der erste (in einem Pflichtspiel) seit dem 14. Juni 2015 und dem 1:1 gegen Moldawien.

Mehr dazu lesen Sie im „Volksblatt“ vom Freitag (06.10.2017).

(mp)

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