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Politik
Liechtenstein|18.04.2017

Der Neue auf der Regierungsbank

VADUZ - Auf Daniel Risch warten in den kommenden Jahren viele politische Entscheidungen. Gegenüber dem «Volksblatt» äussert er sich nun zu einzelnen Schwerpunkten und räumt ein, ein kleines Problem zu haben: Herrenbekleidung.

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VADUZ - Auf Daniel Risch warten in den kommenden Jahren viele politische Entscheidungen. Gegenüber dem «Volksblatt» äussert er sich nun zu einzelnen Schwerpunkten und räumt ein, ein kleines Problem zu haben: Herrenbekleidung.

Er gehe, wie viele Männer, nicht gerne Kleider einkaufen, räumt Daniel Risch, neuer Regierungschef-Stellvertreter und Minister für Infrastruktur, Wirtschaft und Sport gegenüber dem «Volksblatt» ein.

Von Positionen zu Inhalten

Sein vielleicht etwas ungeschicktes aber wohl ehrliches Bekenntnis am Unternehmertag zu einem Online-Herrenausstatter dürfte bei manchem Detailhändler für Stirnrunzeln gesorgt haben – insbesondere in Zeiten von boomendem Onlinehandel und wachsendem Einkaufstourismus. Für die Sorgen der Unternehmer zeigt Risch Verständnis, mahnt aber auch dazu, dass sich der Einzelhandel generell überlegen müsse, wie er «langfristig interessant» bleibt. Es müssen ja nicht gleich Einkaufsgutscheine sein, wie kürzlich von der Wirtschaftskammer provakant ins Spiel gebracht (das «Volksblatt» berichtete exklusiv). Sogenanntes Regio-Geld funktioniere im Ausland mancherorts schliesslich auch recht gut. Keine Idee, die die Regierung vorschlagen würde, die Idee könnte aber «durchaus interessant» sein, meint Daniel Risch. Frei nach Radio Eriwan: «Im Prinzip ja, aber…» Selbstverständlich kann von einem neuen Regierungsmitglied kurz nach Amtsantritt kaum erwartet werden, bereits nach wenigen Tagen fertig ausgearbeitete Gesetzesentwürfe für altbekannte Problemstellungen auf den Tisch legen zu können. Doch Positionen und Sichtweisen dürften interessant sein, damit sich noch vage Aussagen, wie dass die Rahmenbedingungen nicht vernachlässigt werden dürfen, sich möglichst schnell mit konkreten Inhalten füllen. Ansätze gibt es durchaus bereits schon jetzt: Wie den Ausbau des Glasfasernetzes und das künftige 5G-Netz, um «den Anschluss nicht zu verpassen», wie Daniel Risch wohl richtig bemerkt.

Der Druck des Herausforderers

Eines ist aber schon jetzt klar: Daniel Risch soll als künftiger Regierungschefkandidat der VU aufgebaut werden. Dazu werden klare Positionen und Abgrenzungsmerkmale nötig sein. Sein Revier steckt der 39-Jährige dabei wohl schon jetzt ab: «Ich bin aber nicht in die Regierung gewählt worden um Freundschaften zu finden, sondern um sachpolitisch etwas zu bewegen.» Seiner Ansicht nach gehe es allen Regierungsmitgliedern in erster Linie darum, für das Land zusammenarbeiten, verdeutlicht der Regierunsgchef-Stellvertreter im Interview.

Das vollständige Interview mit Daniel Risch lesen Sie im „Volksblatt“ vom Dienstag (18.4.2017) und in der Onlineausgabe.

(hf)

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