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Liechtenstein|13.08.2015 (Aktualisiert am 13.08.15 14:12)

Neue Methode zum Sprachen lernen präsentiert

TRIESEN - In Triesen, in den Räumen der formatio Bildungsanstalt, fand vom 3. bis 14. August ein Demonstrationskurs in der Sprachunterrichtsmethode Neues Lernen statt. Die Teilnehmer kamen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. Das Projekt mit dem Namen Liechtenstein Languages steht unter der Schirmherrschaft von Erbprinzessin Sophie, wie am Donnerstag in einer Medienmitteilung bekanntgegeben wurde.

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TRIESEN - In Triesen, in den Räumen der formatio Bildungsanstalt, fand vom 3. bis 14. August ein Demonstrationskurs in der Sprachunterrichtsmethode Neues Lernen statt. Die Teilnehmer kamen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. Das Projekt mit dem Namen Liechtenstein Languages steht unter der Schirmherrschaft von Erbprinzessin Sophie, wie am Donnerstag in einer Medienmitteilung bekanntgegeben wurde.

Mit Liechtenstein Languages soll die Methode Neues Lernen auch ausserhalb der Grenzen Liechtensteins bekannt gemacht werden. Dies mit dem besonderen Ziel zu prüfen, ob sich die Methode Neues Lernen auch für eine Anwendung in der Sprachförderung von Migranten und Flüchtlingen eignen würde. Knowhow in der Sprachunterrichtsmethode gibt es in Liechtenstein seit über fünfundzwanzig Jahren. Es wurde in dieser Zeit stets weiterentwickelt und um neue didaktische Elemente ergänzt.

Sprache lernen in nur vier bis sechs Wochen

Da man mit der Methode Neues Lernen in ganztägigen Intensivkursen in der Regel in nur vier bis sechs Wochen eine praktische Sprechfähigkeit in einer neuen Sprache erzielen kann, könnte dies zu erheblichen Einsparungen an Zeit und Aufwand in der Sprachvermittlung für Migranten führen. Den Teilnehmenden aus den deutschsprachigen Ländern wurde die Methode im Sinne eines Erlebniskurses in der Sprache Französisch näher gebracht. So konnten alle aufgrund der persönlichen Lern-Erfahrung einen Eindruck gewinnen, wie sich die Methode für den Bereich der Migration eignen könnte.

Zusätzlich wurde für den 13. August die Möglichkeit geschaffen, dass sich Experten direkt mit den Teilnehmenden über deren Erfahrungen unterhalten konnten. Zu diesem Besuchertag kamen Vertreterinnen und Vertreter von für Migration und Flüchtlinge zuständigen Bundesbehörden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Triesen.

Insgesamt zogen die Teilnehmer eine positive Bilanz. So fand es eine Teilnehmerin „...faszinierend zu sehen, wie plötzlich auch in der Freizeit französische Worte und sogar Sätze im Gespräch auftauchten“. Einen anderen Teilnehmer überraschten die ungewohnten Übungsansätze, aber auch der gruppendynamische Ansatz: „Das ist eine sehr kooperative Lernmethode. Wir lernen gemeinsam und voneinander.“ Ein Crashkurs von zwei Wochen ist meist sehr anstrengend, noch dazu bei den derzeitigen Temperaturen,  aber eine Teilnehmerin meinte: „Der spielerisch-kreative Umgang mit Sprache machte den Kurs sehr abwechslungsreich.“ 

Sollte es nachhaltiges Interesse an der Methode geben, wird die Trägerschaft des Projektes entsprechende Nachfolgekurse in der Methodik prüfen.

Das Projekt Liechtenstein Languages will einen positiven Beitrag zum aktuellen Leitthema in Europa, Migration und Flüchtlinge, liefern. Es wurde durch eine grosszügige Unterstützung von Fürst Hans-Adam II. ermöglicht.

(pd/red)

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