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Politik
Liechtenstein|19.06.2015 (Aktualisiert am 19.06.15 17:13)

Schwarze Liste "methodisch schwach": EU-Delegation lobt Liechtenstein

BERN/VADUZ/BRÜSSEL - Die Kritik der Regierung an der Schwarzen Liste der EU trägt Früchte. Nachdem Regierungschef Adrian Hasler am Donnerstag dem Botschafter der EU für das Fürstentum Liechtenstein in Bern, Richard Jones, die tiefe Beunruhigung der Regierung Liechtensteins persönlich mitteilte, reagierte die EU-Delegation nun prompt auf die Kritik.

Die Delegation der Europäischen Union für die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein hebt in einer Aussendung nun explizit die enge Zusammenarbeit zwischen Liechtenstein und Union hervor. Bei der Revision des Zinsbesteuerungsabkommens mit dem Ziel, in Übereinstimmung mit dem EU-Recht sowie internationalen Entwicklungen den automatischen Informationsaustausch einzuführen, wurden grosse Fortschritte gemacht. Liechtenstein stehe an der Spitze der Bemühungen des Global Forums für Steuertransparenz und Informationsaustausch in Steuerangelegenheiten der OECD und ist ein frühzeitiger Anwender des automatischen Informationsaustausches. Zudem sei Liechtenstein generell dabei, sein System der Unternehmensbesteuerung an international anerkannten Grundsätzen auszurichten. Dies alles unterstreiche Liechtensteins Entschlossenheit, Praktiken der Steuervermeidung zu bekämpfen, betont die Delegation - auch die Europäische Kommission habe dies am Mittwoch bei der Veröffentlichung der Liste ausdrücklich unterstrichen.

Kritik an der Liste

Die auf der Liste angeführten Staaten werden aus den nationalen Listen der Mitgliedstaaten übernommen und auf EU-Ebene weder überprüft noch analysiert. Die Kommission beabsichtigt nun, die Liste im Lichte neuer Entwicklungen periodisch zu aktualisieren. Das Liechtenstein trotz grosser Fortschritte auf der Liste angeführt sei, bestätige die methodologische Schwäche des aktuellen Ansatzes.


Mehr dazu lesen Sie im „Volksblatt“ vom Samstag (20. Juni 2015).

(pd/red)

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