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Wirtschaft
Schweiz|14.10.2009

Bei Studer Professional springt Otto Ineichen in die Bresche

ZÜRICH - Im Konflikt bei Studer Professional springt Otto Ineichen in die Bresche: Der Unternehmer will die amerikanische Studer-Besitzerin Harman davon abhalten, die Produktion nach England zu verlagern. Damit soll der Standort Regensdorf ZH gerettet werden.

Er werde am Nachmittag ein Gespräch mit den Harman-Verantwortlichen führen, sagte Ineichen an einer gemeinsam mit der Gewerkschaft Unia durchgeführten Medienkonferenz in Zürich. Dabei wolle er erreichen, dass der Standort Regensdorf weitergeführt werde und die bereits ausgesprochenen 35 Kündigungen zurückgenommen würden.

Die Herstellerin von Mischpulten für Radio- und Fernsehstudios sei eine Perle, sagte Ineichen. Zu den Kunden zählen etwa die BBC, CBS, Fox, Paramount oder Disney. Sogar im Krisenjahr 2008/09 habe Studer Professional noch einen Vorsteuergewinn von über 3 Mio. Fr. erzielt, sagte der Geschäftsleiter von Unia Zürich, Roman Burger.

Allerdings brach der Umsatz laut den Angaben im vergangenen Geschäftsjahr 2008/09 von 51,4 Mio. auf 38,8 Mio. Fr. ein. Der Vorsteuergewinn schmolz von 11,3 Mio. auf 3,1 Mio. Franken.

Harman, die selber hart von der Krise getroffen ist, hatte Studer im Zuge eines konzernweiten Sparprogramms die Verlagerung der Produktion aus Regensdorf nach England zur Konzerntochter Soundcraft verordnet.

Dies ergebe überhaupt keinen Sinn, betonten mehrere Führungskräfte von Studer. Zwischen den massgeschneiderten Einzelanfertigungen von Studer und den in China produzierten Serienfabrikationen von Soundcraft liessen sich mit der Verlagerung keine Synergien erzielen. Ohne der engen Zusammenarbeit mit der Produktion drohe der Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Regensdorf mit ihren 65 Stellen das Aus.

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Otto Ineichen (links) und Roman Burger in Zürich

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