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Wirtschaft
Liechtenstein|06.05.2015 (Aktualisiert am 06.05.15 18:09)

Das Wirtschaftswachstum verlangsamt sich

VADUZ - Das Wachstum der liechtensteinischen Volkswirtschaft verlangsamt sich aufgrund der Aufwertung des Frankens gegenüber dem Euro. Im 1. Quartal 2015 gingen die direkten Warenexporte bereits Umsatzzuwachs im 2. Halbjahr 2014 um 9. Prozent zurück, während sie im 2. Halbjahr 2014 noch um 1.2 Prozent angestiegen waren. Dies geht aus dem vom Amt für Statistik veröffentlichten Konjunkturbericht für das Frühjahr 2015 hervor.

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VADUZ - Das Wachstum der liechtensteinischen Volkswirtschaft verlangsamt sich aufgrund der Aufwertung des Frankens gegenüber dem Euro. Im 1. Quartal 2015 gingen die direkten Warenexporte bereits Umsatzzuwachs im 2. Halbjahr 2014 um 9. Prozent zurück, während sie im 2. Halbjahr 2014 noch um 1.2 Prozent angestiegen waren. Dies geht aus dem vom Amt für Statistik veröffentlichten Konjunkturbericht für das Frühjahr 2015 hervor.

Die Verkaufserlöse von 27 grösseren Unternehmen verschiedener Branchen seien im 2. Halbjahr 2014 gemäss den Mehrwertsteuer-Daten um 5 Prozent angestiegen. Dabei hätten sich die Verkaufserlöse der ausgewählten Industrieunternehmen um 1 Prozent gegenüber dem 2. Halbjahr 2013 erhöht. Einen kräftigen Anstieg der Verkaufserlöse um 22 Prozent verbuchten laut Amt im 2. Halbjahr 2014 die ausgewählten grösseren Finanzdienstleister, während die allgemeinen Dienstleister einen Rückgang der Verkaufserlöse um 5 Prozent hinnehmen mussten.

 

Beschäftigungswachstum schwächt sich etwas ab

Ende 2014 seien in Liechtenstein gemäss den vorläufigen Ergebnissen rund 36.540 Personen (+/- 200 Personen) beschäftigt gewesen, was ein Plus von 0.9 Prozent oder eine Zunahme um rund 320 Personen gegenüber Ende 2013 bedeute. Im Jahr 2013 war ein Beschäftigungswachstum von 1.1 Prozent zu verzeichnen gewesen. Der Wirtschaftsbereich Industrie und warenproduzierendes Gewerbe wies laut Amt für Statistik im Jahr 2014 einen leichten Rückgang der Beschäftigten um 0.1 Prozent auf, während die Allgemeinen Dienstleistungen eine kräftige Zunahme der Beschäftigten um 1.9 Prozent verzeichneten. Im Finanzdienstleistungsbereich erhöhte sich die Beschäftigtenzahl um 0.2 Prozent.

 

Einbruch der Warenexporte im 1. Quartal 2015

Die Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank am 15. Januar 2015, die bisherige Kursuntergrenze des Frankens gegenüber dem Euro von 1.20 Franken aufzuheben, führte zu einer starken Aufwertung des Frankens. Dadurch verschlechterte sich die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der liechtensteinischen Exporte in den Euroraum. Im 1. Quartal 2015 brachen die direkten Warenexporte Liechtensteins frankemässig um 9 Prozent ein (ohne Exporte in die Schweiz). Zum Vergleich: Im 2. Halbjahr 2014 nahmen die direkten Warenexporte noch um 1.2 Prozent zu. Die direkten Warenexporte in europäische Länder gingen im 1. Quartal 2015 um 8.3 Prozent zurück, jene nach Asien sogar um 14.1 Prozent. Nur die Warenexporte in die USA hielten sich im Vergleich zum Vorjahresquartal stabil.

 

Betreutes Kundenvermögen der Banken nimmt weiter zu

Die provisorische Auswertung der Bankenerhebung des Amts für Statistik zeigt, dass das Betreute Kundenvermögen der liechtensteinischen Banken im Jahr 2014 um 6 Prozent zunahm. Im Vorjahr war das Betreute Kundenvermögen der Banken um 2 Prozent angestiegen. Positiv entwickle sich auch der Netto-Neugeld-Zufluss. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sei gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben, schliesst das Amt.

(pd/red)

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