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Liechtenstein|30.03.2015 (Aktualisiert am 30.03.15 09:26)

Sinkende Schülerzahlen durch rückläufige Geburten

VADUZ - Das Amt für Statistik hat am Montag die Bildungsstatistik 2014 veröffentlicht. Diese enthält Angaben zu den Bildungseinrichtungen in Liechtenstein sowie zur Bildungsbeteiligung der liechtensteinischen Bevölkerung im Schuljahr 2013/14 und früher. Neben Informationen zu Schulkindern, Lernenden in Lehrbetrieben und Studierenden werden im Rahmen der Bildungsstatistik auch Daten zu Abschlussprüfungen, zu Bildungsausgaben, zum Schulpersonal und zu Bildungsindikatoren gesammelt.


Die Anzahl der Schulkinder in der allgemeinen Ausbildung (Kindergarten bis Sekundarstufe II) hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0.7 Prozent auf 4778 Schulkinder verringert. Seit dem Schuljahr 2003/04 mit 5244 Schulkindern ist die Anzahl der Schulkinder insgesamt rückläufig, was hauptsächlich eine Folge der sinkenden Geburten sei. Aus diesem Grund seien die Abnahmen laut Amt  in den tieferen Schulstufen mit 1.2 Prozent pro Jahr im Kindergarten und 1.6 Prozent pro Jahr in der Primarschule ausgeprägter als in Ober- und Realschule mit je 0.4 Prozent pro Jahr. Einzig die gymnasiale Ausbildung verzeichnet im Durchschnitt pro Jahr eine Zunahme von 0.5 Prozent.

Frauenanteil von 47% in der Tertiärausbildung
Im Studienjahr 2013/14 waren 1384 Studierende aus Liechtenstein in tertiären Lehrgängen an höheren Fachschulen, Fachhochschulen und Universitäten in Liechtenstein, der Schweiz, Österreich und Deutschland registriert. Mit einem Anteil von 46.5 Prozent seien die Frauen in der Tertiärausbildung gut vertreten, heisst es von Seiten des Amtes

1195 Lernende in 343 Lehrbetrieben in Liechtenstein
2013 bildeten 343 Lehrbetriebe in Liechtenstein 1195 Lernende (2012: 1'190 Lernende) aus. Die Bildungsfelder „Metall- und Maschinenindustrie“ mit 396 Lernenden, „Organisation, Verwaltung und Büro“ mit 244 Lernenden und die technischen Berufe mit 144 Lernenden fassen 66 Prozent aller Lernenden. Die 18 weiteren Bildungsfelder waren mit jeweils weniger als 60 Lernenden weniger häufig belegt. Der Männeranteil von 64 Prozent zeige, dass die duale berufliche Ausbildung von Männern häufiger gewählt werde als von Frauen, so das Amt weiter.


Maturitätsquote von 42.2%
2013 lag die Maturitätsquote in Liechtenstein bei 42.2 Prozent der Personen im entsprechenden Jahrgang. Darin enthalten ist die Quote der gymnasialen Maturität von 28.0 Prozent, der beruflichen Maturität von 10.8 Prozent und der Fachmittelschulmaturität von 3.4 Prozent. Zum Vergleich: Die Maturitätsquote der Schweiz wird mit 36.4 Prozent  berechnet.


Überdurchschnittlicher Erwerb von Fremdsprachen
Was den Erwerb von Fremdsprachen betrifft sind die Liechtensteiner überdurchschnittlich stark, Im Durchschnitt werden in Liechtenstein auf der Sekundarstufe I 2.0 Fremdsprachen gelernt. Das ist mehr als in Deutschland mit 1.3 Fremdsprachen oder Österreich mit 1.1 Fremdsprachen. Der durchschnittliche EU-Wert liegt bei 1.6 Fremdsprachen. Finnland liegt mit 2.2 Fremdsprachen an der Spitze.

 

 

(pd/red)

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