(Symbolfoto: Shutterstock)
Politik
International|15.11.2014

Russland richtet Fokus auf Balkan

SCHAAN - "Der Vorschlag russischer Politiker, den Kosovo aufzuteilen, hat für Unruhe gesorgt. Dabei käme es zu Gebietsübertragungen zwischen dem Kosovo und Serbien – im Interesse der regionalen Stabilität, wie die Russen betonen. Andere halten dies für einen Trick, um die Verbindungen zum Westen zu untergraben", schreibt Blerim Reka.

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SCHAAN - "Der Vorschlag russischer Politiker, den Kosovo aufzuteilen, hat für Unruhe gesorgt. Dabei käme es zu Gebietsübertragungen zwischen dem Kosovo und Serbien – im Interesse der regionalen Stabilität, wie die Russen betonen. Andere halten dies für einen Trick, um die Verbindungen zum Westen zu untergraben", schreibt Blerim Reka.

Ein russischer Diplomat hat einen «territorialen Austausch zwischen dem Kosovo und Serbien» vorgeschlagen. Kurz darauf warnte der russische Aussenminister Sergej Lawrow die Balkanländer, dass diese Staaten keine Nato-Mitgliedschaft beantragen dürften. Dies ist Teil einer geopolitischen Verschiebung, in deren Zuge Russland seine Rückkehr auf den Balkan ankündigt. Russland versucht, die Nato von der Vollendung ihres südlichen Rings abzuhalten – dies würde passieren, wenn das Bündnis neue Mitglieder aus dem Balkan aufnähme.

"Schädlich und inakzeptabel"
Der russische Vorschlag, den Kosovo aufzuteilen und Gebiete zwischen dem Kosovo und Serbien auszutauschen, wurde vom Aussenminister des Kosovo, Enver Hoxhay, als «Mentalität der Vergangenheit, schädlich und inakzeptabel» verurteilt. Der russische Vorstoss wurde in der kosovarischen Tageszeitung «Zeri» durch Andrey Jurjewitsch Schugurow, den Leiter des russischen Verbindungsbüros in Pristina, verbreitet. Er sagte in einem Interview, dass eine Zuteilung des Presevo-Tals an den Kosovo und die Gebietsabtretung des Nord-Kosovo an Serbien die vernünftigste Lösung für die regionale Stabilität wäre. Auch Serbiens Aussenminister Ivica Dacic erklärte zwei Tage später, dass die «Teilung des Kosovo eine der besten Lösungen sei».
Sicherheit der Region in Gefahr
Doch dieser russische Plan könnte die Sicherheit der gesamten Balkanregion gefährden und durch einen Dominoeffekt zu weiteren Spaltungen führen. Damit würde die Politik auf dem Balkan um 20 Jahre zurückgeworfen.


Den ausführlichen Beitrag lesen Sie im „Volksblatt“ vom Samstag, den 15. November, oder im Pdf im Anhang dieser Meldung. Weitere GIS-Berichte zu diesem und ähnlichen Themen finden Interessierte hier.

(red)

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