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Samstag - 8. November 2014 | 06:19

Westen bringt die globale Sicherheit in Gefahr

SCHAAN - "Die globale Sicherheitsarchitektur wird stark belastet. Der neue Stil der westlichen Aussen- und Sicherheitspolitik, bei dem «universelle Werte» eine  gewichtige Rolle spielen, hat Konflikte herbeigeführt, denen sich die westlichen Regierungen gar nicht stellen können", schreibt Stefan Hedlund in seinem Gastbeitrag.

(Symbolfoto: SSI)

Während der Zeit des Kalten Krieges wurde die Aussen- und Sicherheitspolitik vom «Realismus» bestimmt. Denker der realistischen Schule konzentrierten sich auf die Definition und die Sicherung lebenswichtiger strategischer Interessen. Dies war ein Balanceakt, der auf der Einhaltung bestimmter Regeln und roter Linien basierte.

Grundlegende Verschiebung
Nach dem Ende des Kalten Krieges im Jahr 1991 erfuhr das politische Denken im Westen eine grundlegende Verschiebung. Eine neue Generation von Denkern trat hervor, die nicht auf die Sicherung von Interessen, sondern auf die Verbreitung universeller Werte bedacht war. Den Kräften des Guten kam Unterstützung zuteil und ein bewusst inszenierter Regimewechsel gehörte dabei zur Grundausstattung. Dieser neue Ansatz könnte dazu geführt haben, ein Gefühl der Selbstgerechtigkeit hervorzurufen – nun jedoch zeichnet sich ab, dass er auch schwere Komplikationen verursacht. Die Einführung von Werten in die sicherheitspolitische Dimension impliziert die Zugabe einer moralischen Verpflichtung – und zwar zur Intervention.
Werte nur im Westen «universell»
Ein wichtiger Grund, warum die wertorientierten Interventionen eine so magere Bilanz aufweisen, ist, dass die «universellen» Werte zumeist westliche Werte repräsentieren. Für jene, die eine bewaffnete Intervention im Irak befürworteten, schien es, dass sich das irakische Volk nach einer liberalen Demokratie und einer regelbasierten Marktwirtschaft sehnte.


Mehr dazu lesen Sie im „Volksblatt“ vom Samstag, den 8. November, oder im Pdf-Dokument im Anhang.

(red)

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