Freitag - 24. Oktober 2014 | 19:34 (Aktualisiert am 24.10.14 19:48)

LKV verurteilt Panikmache der Ärztekammer

SCHAAN - Im heimischen Gesundheitswesen wird der Ton noch rauer: In einer Stellungnahme wirft der Krankenkassenverband (LKV) der Ärztekammer «fragwürdige Panikmache» vor und unterstützt gleichzeitig die Stossrichtung der Regierung bei der geplanten KVG-Reform.

Alles nur Panik­mache der Ärztekammer? Der Kranken­kassen­verband verurteilt die Kritik der Ärzte an der geplanten KVG-Reform. (Foto: Shutterstock)

Um die in den vergangenen Jahren massiv gestiegenen Gesundheitskosten in den Griff zu bekommen, müsse dem Problem der enormen Mengenausweitung bei ärztlichen Behandlungen entgegengewirkt werden. Mehr Eigenverantwortung und eine höhere Selbstbeteiligung seien hierfür passende Instrumente, ist der LKV überzeugt.

Der Begriff der Solidarität sollte nicht nur für die Patienten Anwendung finden, sondern für alle Prämien- und Steuerzahler, die als Gesamtheit die Solidargemeinschaft bilden, fordert der LKV weiter und betont: «Nicht die kranken Menschen belasten die Solidargemeinschaft, sondern diejenigen Leistungserbringer, die unnötige und unwirksame Therapien anbieten und damit die Umsätze in die Höhe treiben.»

Behandlung fast wie Autoinspektion

Wie das «Volksblatt» ausführlich berichtete, erlaubt der FL-Arzttarif regelrechte Fantasieabrechnungen: Rund ein Dutzend aller 80 überprüften Mediziner hat Leistungen abgerechnet, für die in Summe mehr als 4000 Stunden hinterlegt sind. Das Maximum lag bei fast 8000 Stunden in einem Jahr – das sind knapp 22 Stunden pro Tag.

Die aktuelle Diskussion um 4000 oder mehr verrechnete Arbeitsstunden zeige auf, dass der Tarif nicht verstanden wurde, behauptet nun die Ärztekammer weiter und vergleicht medizinische Behandlungen mit einer Autoinspektion: «Wenn der Mechaniker die Reifen wechselt, während er gleichzeitig das Öl ablässt, verrechnet er auch zwei parallel erbrachte Leistungen, die einzeln nacheinander doppelt so lange dauern würden. Ähnlich sind die Überlappungen im Arzttarif zu verstehen.»

Mehr dazu lesen Sie im „Volksblatt“ am Samstag, den 25. Oktober 2014.

(mb)

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