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Liechtenstein|21.10.2014 (Aktualisiert am 21.10.14 17:04)

Regierung: Tarmed nur die zweitbeste Lösung

VADUZ - In Liechtenstein sind die Preise für ärztliche Leistungen mittlerweile auf Schweizer Niveau. Dass die Gesundheitskosten aber noch immer weit über jenen jenseits des Rheins liegen, ist auf die enormen Mengen an abgerechneten Behandlungen zurückzuführen. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, braucht es aber nicht zwangsläufig den Tarmed, ist die Regierung überzeugt.

Wie aus der Beantwortung eines DU-Postulats hervorgeht, erachtet das Gesundheitsministerium das schweizerische Tarifsystem Tarmed nur als zweitbeste Lösung für Liechtenstein. "Die Regierung kommt zum Schluss, dass die von den Postulanten erhofften Vorteile weitestgehend auch durch die geplante und von der Regierung bereits angestossene Weiterentwicklung des liechtensteinischen Arzttarifs erreicht werden können." Zudem biete das Festhalten an einem eigenen Tarif die Möglichkeit, unabhängig vom teilweise sehr trägen System in der Schweiz, Fortschritte in der Gestaltung des Tarifs zu erreichen und schnell auf Entwicklungen bzw. Fehlentwicklungen in Liechtenstein reagieren zu können. Ein auf liechtensteinische Verhältnisse massgeschneiderter Tarif sei weniger komplex in Aufbau und Anwendung als der Tarmed.

Die Ansicht der Regierung, dass ein dem Tarmed gleichwertiges, aber weniger komplexes Tarifsystem in Liechtenstein bestehen kann, ist allerdings an spürbare Fortschritte bei der Tarifpflege des geltenden Tarifs gebunden. "Gelingt es nicht, entscheidende zusätzliche Regelungen zu finden, mit denen die korrekte Anwendung auf einfache Weise geprüft werden kann, dann wäre die Einführung des Tarmed nach Ansicht der Regierung eine naheliegende Option", schreibt die Regierung.

Mehr dazu lesen Sie im „Volksblatt“ am Mittwoch, den 22. Oktober 2014.

(mb)

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