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Liechtenstein|07.04.2014 (Aktualisiert am 07.04.14 18:20)

Polizei geht von Selbstmord Hermanns aus - Leiche noch nicht gefunden

BALZERS - In Balzers ist es am Montagmorgen zu einem Tötungsdelikt gekommen: Bank-Frick-CEO Jürgen Frick wurde knapp nach 7 Uhr in der Tiefgarage der Bank Frick erschossen. Beim Schützen, als Tatverdächtiger gilt Jürgen Hermann aus Mauren, geht die Polizei davon aus, dass er sich das Leben genommen hat. Das Fluchtauto wurde in Ruggell in der Nähe des Rheindamms gefunden, Hermann hat sich gemäss Polizei wohl in den Rhein gestürzt - das hatte Hermann in einem Abschiedsbrief angekündigt, teilte die Landespolizei am Montagnachmittag an einer Medienkonferenz mit.

Wie die Landespolizei am Vormittag bekannt gab, war Jürgen Hermann mit einem weiss-grauen Smart mit dem Kennzeichen FL 6591 unterwegs. Dieses Auto wurde auf einem Parkplatz in Ruggell gefunden. Das Auto wurde auf Spuren untersucht. Wie Landespolizei-Sprecher Stephan Gstöhl gegenüber dem «Volksblatt» sagte, wurde im Ruggeller Riet Richtung Vorarlberg grossräumig nach Hermann gefahndet. Auf dem Binnendamm wurden die Jacke, der Pass und die ID des Täters gefunden. Im Pass befanden sich ein Geständnis und eine Verabschiedung, die eben auf einen Suizid schliessen lassen würden.

«Robin Hood von Liechtenstein»

Der ehemalige Erfinder führt seit Jahren einen Kampf gegen Banken und das politische Establishment. Hermann macht Banken und den liechtensteinischen Staat für seinen Ruin als Fondsmanager verantwortlich. Die Bank Frick war seine Depotbank, die er vor einigen Jahren auf Schadenersatz verklagte. Erst letzten Freitag hatte er wieder Mails verschickt, in denen er den Kleinstaat als «Fürstendumm Scheissenstein» bezeichnete. Das Fürstentum verklagte er vor ein paar Jahren auf 200 Millionen Franken Schadenersatz, angeblich deshalb, weil die Finanzmarktaufsicht seine Gesellschaft und ihre Fonds unter Beobachtung (Monitoring) stellte.

«Catch me if you can»

Am Montagnachmittag wurde Jürgen Hermanns Website aktualisiert: «Catch me if you can - dead or alive - reward 200›000›000 CHF».

Mehr dazu lesen Sie laufend auf www.volksblatt.li sowie im „Volksblatt“ vom Dienstag (8. April).

(red)

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