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Liechtenstein|02.10.2013 (Aktualisiert am 02.10.13 19:11)

«Volksblatt»-Druckerei hautnah erleben

SCHAAN/SCHWARZACH - «Volksblatt»-Leser können am Samstag aus Anlass der 150-Jahr-Feier bei Russmedia in Schwarzach live beim Druck von Zeitungen dabei sein.

Es ist knapp nach ein Uhr morgens, als das erste druckfrische «Volksblatt» vom Stapel läuft. Doch noch ist damit die Arbeit des Druckers nicht getan. «Jetzt ist es wichtig, dass alles genau abgestimmt wird», erklärt Harald Moosbrugger, worauf es nun besonders ankommt. Der Mann weiss, wovon er spricht, ist er doch schon seit vielen Jahren in der Druckerei von Russmedia in Schwarzach beschäftigt. Dort wird seit dem 3. Januar 2004 auch das «Liechtensteiner Volksblatt» gedruckt. «Bei einer Normalauflage werden dafür täglich rund 20 Kilometer Papier und 40 Kilogramm Farbe benötigt», kennt Druckerleiter Wolfgang Ties den Bedarf genau. Bei einer Grossauflage steigt der Bedarf entsprechend an. Da reicht dann die Papierstrecke in Kilometern umgemünzt vom Druckzentrum in Schwarzach bis nach Balzers.

Alles muss genau stimmen

Während dies nur statistische Spielerei ist, zählt für Drucker Harald Moosbrugger nun jede Minute. Denn die Maschinen laufen auf Hochtouren, innerhalb von weniger als einer Stunde ist die komplette Normalauflage gedruckt. «Wie schnell das geht, hängt natürlich auch von der Anzahl der gedruckten Seiten ab», erklärt Moosbrugger. Wichtig ist es nur, dass die sogenannten Passer, die Farb- und Wasserbalance sowie die Schnittkante stimmen. Ist dies nicht der Fall, sind die Zeitungen Makulatur und landen sofort in den Altpapiercontainer. Auch wenn an den grossen Computeranlagen nachgebessert wird, ist ein gutes Auge gefragt. Denn die vier Druckplatten, die es pro Seite benötigt, müssen millimetergenau aufeinander abgestimmt werden. Jede Druckplatte ist übrigens für einen Farbton zuständig, die sich in Cyan (Blau), Magenta (Rot), Yellow (Gelb) und Schwarz unterteilen.

Wie in der Achterbahn

Mindestens zwei Drucker und einen Rollenwechsler braucht es, damit das «Volksblatt» auf das Papier gelangt. Einen wichtigen Part spielen auch die Versandmitarbeiterinnen, die dafür sorgen, dass die Zeitung auch an die richtige Zustelladresse gelangt. Bis die Zeitungen von der Druckmaschine im ersten Stock in die Hände des Versandteams im Erdgeschoss gelangen, nehmen sie einen wahren Achterbahnkurs über lange Rollenstrassen. Flink packen die Helferinnen zu, während oben Exemplar um Exemplar gedruckt ist. Ohne Automatismus und Routine wären solche schnellen Abläufe nicht möglich. Dennoch bringt jeder Tag eine neue Herausforderung, weil die Maschinen jeden Tag neu eingestellt werden müssen. Denn nichts ist schliesslich älter als die Zeitung von gestern. Das gilt auch für die Drucker.

 

Mehr dazu lesen Sie im „Volksblatt“ vom Donnerstag (3. Oktober).

(red)

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