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Mittwoch - 14. August 2013 | 13:39 (Aktualisiert am 14.08.13 16:28)

Regierung relativiert Kostensteigerung im Gesundheitswesen

VADUZ - Die Zunahme der Gesundheitskosten Zwischen Juli 2012 und Juli 2013 sind aus Sicht der Regierung zu relativieren: Die Statistik werde durch Systemumstellungen bei Spitalleistungen und Behandlungskosten von Ärzten verzerrt.

Die Kosten für Medika­mente sind ent­gegen dem Trend zurück­gegangen. (Symbolfoto: SSI)

Wie das "Volksblatt" berichtete, sind die Gesundheitskosten 2012 zwar zurückgegangen, im ersten Quartal dieses Jahres mit einem Plus von 19,2 Prozent jedoch regelrecht explodiert. In einer Aussendung vom Mittwoch bestätigt die Regierung, dass die Gesundheitskosten in den vergangenen zwölf Monaten gestiegen sind, relativiert diese Entwicklung jedoch (siehe Grafik). "Die Auswertung der Spitalkosten ergibt auf den ersten Blick eine enorme Steigerung von rund 50 Prozent in der Periode von Juli 2012 bis Juni 2013 im Vergleich zum Zeitraum von Juli 2011 bis Juni 2012", heisst es darin: "Bei diesem Vergleich bleibt allerdings unberücksichtigt, dass aufgrund von Verzögerungen bei der Abrechnung der Spitalleistungen die Kosten von Juli 2011 bis Juni 2012 weit geringer waren als in den 12 Monaten davor."

DRG und Arzttarif verzerren Zahlen

Der Grund dafür sei die Einführung der sogenannten Fallkostenpauschalen (DRG): Den Spitälern werde dadurch nicht mehr der effektive Aufwand vergütet, sondern eine gemäss der Diagnose festgelegte Pauschale. Diese Umstellung habe zu Verzögerungen in der Rechnungsstellung geführt. Werde der Durchschnitt der zwei letzten Vergleichsperioden berechnet, so zeige sich, dass ein gewisses Wachstum der Spitalkosten zwar immer noch bestehe, jedoch im Bereich der vorangegangenen Jahre liege.

Bei den Behandlungskosten der Ärzte zeige sich ein deutlicher Anstieg von über 2,5 Millionen Franken beziehungsweise 7,2 Prozent. In diesem Bereich habe durch den teilweise revidierten Arzttarif ebenfalls eine Umstellung stattgefunden. Die noch nicht revidierten Kapitel, welche die Leistungen der Fachärzte beträffen, träten erst Mitte dieses Jahres in Kraft. "Es wird zu untersuchen sein, inwieweit der beobachtete Kostenanstieg auf die Änderung des Tarifs oder auf eine höhere Nachfrage ärztlicher Leistungen zurückzuführen ist", schreibt die Abteilung Information und Kommunikation der Regierung: "Zudem ist nicht ausgeschlossen, dass hier ebenfalls Verzögerungen in der Rechnungsstellung aufgrund der Umstellungen die Statistik verzerren."

Medikamentenkosten haben abgenommen

Im Bereich der Medikamente sei ein Rückgang zu beobachten, was auf die Einführung der verpflichtenden Verschreibung von sogenannten Co-Marketing-Präparaten zurückzuführen sei. Diese wesentlich günstigeren Medikamente stammten vom Hersteller des Originalpräparats. Weitere Einsparungen wären durch vermehrte Verschreibung von Generika zu erzielen.

(red/ikr)

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