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Liechtenstein|24.07.2013

Mit dem Auto ins Ausland reisen kann ganz schön teuer werden

SCHAAN - Wer sich mit dem Auto in die Feriendestination aufmacht, sollte sich unbedingt informieren, welche Regeln im bereisten Land gelten – sonst könnte es zu bösen und vor allem kostspieligen Überraschungen kommen.

Der Fahrt auf Schweizer Strassen sehen Liechtensteiner Autotouristen in der Regel gelassen entgegen; anders als viele Reisefreudige aus den europäischen Ländern sind sie informiert über das Verkehrssicherheitsprogramm «via sicura», das Anfang Jahr in Kraft getreten ist. Konkret werden unter anderem Raser und Alko-Lenker ins Visier genommen: Delinquenten müssen mit Gefängnisstrafen und der Beschlagnahmung von Autos rechnen.

Bei Geschwindigkeitsübertretungen in der Schweiz kommen Autofahrer mit FL-Kennzeichen allerdings glimpflicher davon als die «Einheimischen». Während den Schweizer Autofahrern Ausweisentzug, saftigen Strafen mit Bussen plus Tagessätzen und sogar Freiheitsstrafen drohen, werden FL-Autofahrer schlicht mit einer Busse bestraft – welche allerdings auch happig ausfallen kann.

Auto enteignet und versteigert

Nicht überall kommen ausländische Gäste bei Verkehrsdelikten billig davon: Wer zum Beispiel in Italien zu viel «dolce vita» feiert und zu wenig vernünftig ist, trotz übermässigem Alkoholkonsums die Hände vom Steuer zu lassen, muss unter Umständen dabei zusehen, wie die Behörden sein Auto beschlagnahmen, enteignen und versteigern. Diese harte Massnahme droht ab einem Blutalkoholwert von 1,5 Promille. Vorsicht ist auch in Sachen «zona traffico limitato» geboten: Das ist eine begrenzte Verkehrszone, in die ausschliesslich Fahrzeuge mit einer Sondergenehmigung einfahren dürfen. Ohne Bewilligung kostet eine Spritztour durch diese Zone mindestens 74 Euro Strafe.

Nicht alle Autoreisenden nehmen Strafzettel aus dem Ausland ernst. Das Ignorieren einer Busse könnte allerdings ein Nachspiel haben: Mediensprecherin Tina Enz betont zwar gegenüber dem «Volksblatt», dass die Landespolizei kein Geld eintreibt. Spätestens bei der Wiedereinreise ins Urlaubsland könne die Strafe jedoch eingefordert werden.

Weitere Urlaubsorte, wo Autofahrer aufpassen müssen finden sie in der "Volksblatt"-Ausgabe vom Samstag.

(jn)

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