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Politik
Liechtenstein|03.04.2013 (Aktualisiert am 03.04.13 15:43)

Pensionskasse: Landesangestellte laufen Sturm gegen Reform

VADUZ - Der Personalverband öffentlicher Verwaltungen Liechtensteins (PVL) geht mit den Plänen der Regierung zur Sanierung der maroden staatlichen Pensionskasse (PVS) hart ins Gericht.

Die jetzige Aktivgeneration würde durch die noch von der Regierung Tschütscher ausgearbeiteten Massnahmen auf allen Dimensionen überproportional abgestraft, heisst es in einem 42-seitigen Brief des PVL an die Landtagsabgeordneten.

Die angestrebte Lösung bei der PVS sehe aktuell vor, dass die Aktivversichertengeneration die nicht finanzierten Leistungen der Rentner in Höhe der Deckungslücke ausfinanzieren müsste – ohne jemals etwas davon zu erhalten. Beim Wechsel vom Leistungsprimat zum Beitragsprimat würde zusätzlich das Risiko voll auf den Aktivversicherten überwälzt, kritisiert die PVL. Mit der vorgesehenen Leistungskürzung von minus 10% würde die Aktivgeneration ein drittes Mal bestraft. "Die jetzige Aktivgeneration würde also mittels der geplanten Sanierungs- und Sicherungsmassnahmen von allen Seiten überproportional abgestraft, was unseres Erachtens nicht nur ein hässliches Signal für den sozialen Frieden darstellt, sondern letztendlich den gesellschaftlichen Zusammenhalt, das Vertrauen in staatliche Einrichtungen und auch die Reputation des Landes gefährden könnte, da der legitime Griff zum Rechtsmittel nicht auszuschliessen ist", heisst es in der von PVL-Präsident Thomas Klaus gezeichneten Aussendung.
Die staatliche Pensionskasse weist aktuell eine Deckungslücke von über 300 Millionen Franken auf, demnächst soll sich der neue gewählte Landtag in erster Lesung mit dem Reformplan auseinandersetzen.

Lesen Sie mehr in der "Volksblatt"-Ausgabe am Donnerstag, den 4. April.

(mb)

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