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Die Trennung von Staat und Kirche wird Liechtenstein noch länger beschäftigen. Das geplante Konkordat scheint jedenfalls vom Tisch zu sein. (Foto: Zanghellini)
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Liechtenstein|29.03.2013

FBP, DU und Freie Liste lehnen Konkordatsentwurf ab

VADUZ - Zweimal scheiterte die Unterzeichnung des Konkordats zwischen Liechtenstein und dem Heiligen Stuhl bereits. Einen dritten Versuch wird es wohl nicht mehr geben. FBP, Freie Liste und DU äussern massive Bedenken am Abkommen. Nur der VU-Fraktionssprecher signalisiert grundsätzlich Zustimmung.

Die Trennung von Staat und Kirche wird Liechtenstein noch länger beschäftigen. Das geplante Konkordat scheint jedenfalls vom Tisch zu sein. (Foto: Zanghellini)

VADUZ - Zweimal scheiterte die Unterzeichnung des Konkordats zwischen Liechtenstein und dem Heiligen Stuhl bereits. Einen dritten Versuch wird es wohl nicht mehr geben. FBP, Freie Liste und DU äussern massive Bedenken am Abkommen. Nur der VU-Fraktionssprecher signalisiert grundsätzlich Zustimmung.

FBP-Präsident Alexander Batliner, DU-Präsident Harry Quaderer und Wolfgang Marxer, Präsident der Freien Liste, betonen auf "Volksblatt"-Anfrage, dem ausgehandelten Staatsvertrag in seiner geplanten Form nicht zustimmen zu können.
Das Abkommen sei in seiner Gesamtgestaltung nicht ausgewogen, kritisiert Batliner: «Konkret werden dem Erzbistum zu viele Rechte zugestanden, welche zum Teil sogar dazu führen, dass das Land Liechtenstein in einzelnen Punkten kein Mitspracherecht geschweige denn Einflussnahme mehr hat.» Auch Harry Quaderers Fazit fällt negativ aus: «Die Kirche befiehlt, der Gläubiger zahlt und der Staat hat nichts mehr zu sagen.» Deutliche Worte findet auch die FL-Spitze: «Die Basis der Kirche – die Gläubigen – verliert weitgehend ihre Rechte auf Mitbestimmung und Partizipation», schreiben Wolfgang Marxer und Fraktionssprecher Helen Konzett Bargetze. Einzig die VU lehnt das Konkordat nicht explizit ab. Gewisse Vertragsinhalte bedürften aber noch der Erörterung mit Experten und einer Diskussion, so VU-Fraktionssprecher Christoph Wenaweser auf «Volksblatt»-Anfrage. «Alledem muss in den nächsten Wochen Genüge getan werden.»

Lesen Sie in der "Volksblatt"-Ausgabe am Samstag den 30. März 2013, weshalb FBP, DU und Freie Liste insbesondere Artikel 3 des Konkordats ablehnen und warum VU-Fraktionssprecher Christoph Wenaweser in der "Causa Gloria.tv" eine Entschuldigung des Erzbistums Vaduz erwartet.

(mb)

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