Politik
Liechtenstein|15.03.2013

Pensionskasse: Zwei Rentner setzen sich zur Wehr

VADUZ - Am heutigen Freitag wird der Bericht zum Debakel der staatlichen Pensionskasse vorgestellt. Derweil braut sich weiteres Ungemach zusammen: Zwei ehemalige Staatsangestellte wehren sich gegen die Sanierungspläne der scheidenden Regierung.

«Der Vorschlag der Regierung Tschütscher würde für mich eine Rentenkürzung von bis 10 Prozent bedeuten», schimpft Hans Frommelt (ehemals Liechtensteinische Kraftwerke ) gegenüber volksblatt.li. Gemeinsam mit Wolfgang Luther (ehemals Bauamt) hat der verärgerte Pensionist als Betroffener eine umfangreiche schriftliche Stellungnahme zur beabsichtigten Revision und Sanierung der staatlichen Pensionskasse verfasst, in der beide harsche Kritik an der Regierungsvorlage üben. «Dass die Regierung, ohne die politische Verantwortung zu übernehmen, zu später Stunde die Flucht nach vorn antritt und sich durch einen Systemwechsel in die privatwirtschaftliche Verantwortung aus der Affäre zu ziehen versucht, kommt vordergründig beim Steuerzahler gut an, weil er nicht erkennt, dass bei einem Rückzug des Staates aus seiner sozialpolitischen Verantwortung, die letztlich auch die AHV-Renten betrifft, alle die Verlierer sind», heisst es in der schriftlichen Stellungnahme.

Weitere Schritte möglich

Er und Wolfgang Luther hoffen nun, dass sich die neue Regierung und der neue Landtag ihre fünfseitige Argumentation zu Herzen nehmen. Andernfalls seien weitere Schritte nicht ausgeschlossen: «Meiner Meinung nach müsste das einklagbar sein. Ich hoffe, dass das Vorhaben auf politischem Weg noch zu stoppen ist, andernfalls werden wir über eine Klage nachdenken oder auch ein Referendum in Erwägung ziehen», betonte Frommelt am Donnerstag.

Mehr dazu lesen Sie im „Volksblatt“ vom Freitag (15.3.2013).

(hf)

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